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Beethoven Symphonie Nr. 9 [2007-11-10]

Subject:
Beethoven: Symphony No. 9
Classification:
Sub-classification:
Sub-folder:
Location:
Year:
2007
Date:
November 10th, 2007
Text content:

ch or

Besancon - Colmar . Granada - Guildford - Innsbruck

‘Ludwig van Beethoven
...

Coriolan-Ouvertiire c-mol, op. 62

ChOI’faI‘ltaSiec-Moll, op. 80

Symphonie N I. ’ 9 d-Moll, op. 125

Isfahan_ - Lviv. - Matsuyama . . Madison.- -Padua

Partnerschaftskonzert

Grullwort
Herzlich willkommen zu

einem aufSergewohnlichen
Konzertereignis

und

zu

einer Premiere in der fast

flinfzigjdhrigen Geschichte
der Freiburger Stadtepartnerschaften! Am 10. November werden mehr als
120 Sangerinnen und San-

ger aus allen neun Freiburger Partnerstadten sowie aus Colmar gemeinsam mit

dem Freiburger Bachchor und dem Freiburger Bachorchester mit Beethovens 9. Symphonie eines der

berlihmtesten Werke der Musikgeschichte auffiihren.
Kein anderes Werk steht so sehr fiir den Gedanken

der Verbriiderung und Freundschaft iiber Grenzen

hinweg wie gerade Beethovens ,Neunte” mit dem
grofen Schlusschor iiber Schillers Ode ,An die
Freude”. Dies ist auch das Anliegen der Stadtepart-

Im Namen der Stadt und der Freiburger Biirgerschaft

danke ich dem Bachchor und seinem kiinstlerischen
Leiter Hans Michael Beuerle fiir die Idee zu diesem

einmaligen Projekt und dessen Realisierung. lhm ist

es gelungen, Sangerinnen und Singer aus jeder Partnerstadt sowie aus unserer elsissischen Nachbar-

stadt Colmar fiir dieses Vorhaben zu gewinnen und
sie zu einem gemeinsamen Ensemble zu vereinen,

wie es dies in der Geschichte der Stadt noch nie-

mals gegeben hat.

Ein herzlicher Dank gilt auch allen, die ihren Teil
dazu beigetragen haben: Den Mitgliedern des Bach-

chores, den Gastgeber-Familien und schlieRlich den

Stadtverwaltungen, die mit groRem Engagement die
Vorbereitung und Organisation unterstitzt haben.

Allen Gasten und Mitwirkenden wiinsche ich einen
unvergesslichen Abend!

nerschaften. Sie wollen eine Plattform sein fiir
Dialog und Verstindigung, zu einem friedlichen
Miteinander und zum Austausch zwischen den

Stadten. Deshalb bilden Stidtepartnerschaften ein
dichtes Netzwerk der Freundschaft, das vor allem
von personlichen Verbindungen zwischen den Biirgerinnen und Biirgern sowie von Vereinen und Institutionen getragen wird. In diesem Sinne hat sich

der Freiburger Bachchor in der Vergangenheit bereits mit mehreren Projekten fiir die Partnerschaften
engagiert und eine Zusammenarbeit mit befreundeten Choren und Orchestern begriindet.

Dr. Dieter Salomon

Oberbiirgermeister

Verehrte Damen und Herren,
liebe Musikfreunde,
Ludwig van Beethovens 9. Symphonie allein ist bereits ein herausragender musikalischer Hohepunkt.
Dass der Freiburger Bachchor und das Freiburger
Bachorchester um deren kiinstlerischen Leiter Hans
Michael Beuerle daraus im wahrsten Sinne des Wortes eine Verbriiderung von Menschen geschaffen haben, setzt das Konzertprojekt allerdings in ein ganz
besonderes Licht. Man mag von Superlativen sprechen, wenn am 10. November schliel$lich etwa 300
Musiker, darunter 126 Sangerinnen und Sanger aus
allen neun Partnerstiadten Freiburgs, auf der Biihne
des Konzerthauses vereint sind, und Schillers
beriihmte Ode ,An die Freude” singen — ein Appell
zur Verbriiderung der Menschheit und eine Hymne
fiir Frieden und Freiheit. Was fir eine Feierstunde fir

von Vorhaben aus den Bereichen Bildung, Soziales,

Kunst und Musik zu den weltweit engagiertesten

Unternehmen. Heute sind wir ganz besonders stolz
darauf, dass wir mit dazu beitragen konnten, diese
herausragende und zutiefst forderungswiirdige Idee
zu verwirklichen.

Wir wiinschen dem Freiburger Bachchor und Bachorchester und seinen Gasten eine schone und erfolgreiche Woche des Probens, des gemeinsamen Ar-

beitens und der Verbriiderung. Und wir wiinschen
uns allen eine wundervolle Konzertveranstaltung.
lhre Deutsche Bank Freiburg

unsere Stadt Freiburg!

Michael Kahrs
Hans-Georg Ressig

Und dass aus der Idee, geboren vor gut zwei Jahren,
heute ein fertiges Produkt geworden ist, hat sehr
viel Energie und Herzblut erfordert, und gewils auch
Kraft und Nerven gekostet. Denn hdufig stofsen
groRe Vorhaben und Initiativen gerade in Kunst und

Martin Wolf

Kultur auf harte finanzielle Grenzen — ein Dauer-

thema nicht nur hier in Freiburg. Nachhaltiges privates Engagement ist mehr denn je gefragt.

Schon iiber Jahre gehort die Deutsche Bank mit
ihren Stiftungen und gemeinniitzigen Gesellschaften
im Hinblick auf die Unterstitzung und Forderung

Deutsche Bank

R-

f

I

Grulbwort der Freiburger

Bachchorgesellschaft
Auch die Freiburger Bachchorgesellschaft griifit die
Sangerinnen und Sdnger aus den Partnerstidten

ebenso wie die Mitglieder der Chorale de la Cathe-

drale von Colmar, die zu uns gekommen sind, um

mit dem Freiburger Bachchor Beethovens opus magnum aufzufiihren. Ein langer Weg, von der ersten
Auffiihrung der Matthduspassion in den diisteren
Kriegsjahren bis zu dem strahlenden Fest mit vielen
Gasten und Freunden aus aller Welt heute. Ein reicher Weg: Mehr als 60 Jahre hat der Freiburger

Bachchor unter seinen beiden Dirigenten, dem
Griinder Theodor Egel und seinem Nachfolger Hans

Michael Beuerle, den Menschen in Freiburg und
weit iber die Grenzen unserer Stadt hinaus bis nach

Hiroshima durch die Auffiihrung der groBen Chorwerke des Abendlands Freude bereitet. So auch
heute!
Die Freiburger Bachchorgesellschaft unterstiitzt und

fordert dankbar mit Beitrdgen und Spenden die Ar-

beit des Bachchors. Auch an der Aufnahme unser
auslandischen Gaste beteiligen sich die Mitglieder
der Bachchorgesellschaft. So ist es die Musik, die
uns alle verbindet, und wir laden Sie alle ein, auch
in Zukunft den Freiburger Bachchor mit lhrer wohl-

wollenden Unterstiitzung zu begleiten.
Dr. Christoph Scholz
1. Vorsitzender

gA5bsio10l

Samstag, 10. November 2007, 19.30 Uhr

Konzerthaus Freiburg, Rolf Bohme Saal

Ludwig van Beethoven
Coriolan-Ouvertiire c-Moll op. 62

Chorfantasie c-Moll op. 80
Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125
Catriona Smith, Sopran

Anja Bittner, Sopran I

AnJa Jung A't

Stefan PO”, Tenor Il

g
Christian
Elsner,
Tenor
.

Joachim Baumann

Tibor Szasz, Klavier

Stefan Poll

/

Otto Katzameier, Bal

Assistenz:

it

Clemens Flimig

Chor-Delegationen aus Besancon, Colmar, Granada,
Guildford, Innsbruck, Isfahan, Lviv (Lemberg),
Madison, Matsuyama, Padua
Freiburger Bachchor - Freiburger Bachorchester
Leitung: Hans Michael Beuerle

~ Ludwig van Beethoven (1770 — 1827

Coriolan-Ouvertiire, op. 62
Allegro con brio

\

Fantasie fuir Klavier, Soli, Chor und
Orchester, op. 80
(Gesangstext siehe Seite 25)

Fantasia: Adagio
Finale:
Allegro
Allegro molto
Adagio ma non troppo
Allegro
Allegretto ma non troppo

quasi Andante con moto
Presto

— Pause —

Symphonie Nr. 9 in d-Moll, op. 125
(Gesangstext siehe Seite 26 f.)

Vierter Satz: Finale
Presto (Recitativo)

Allegro, ma non troppo
Erster Satz

Allegro ma non troppo e un poco maestoso

Tempo | (Recitativo)

Vivace

Adagio cantabile
Allegro assai
Tempo | (Recitativo)

Zweiter Satz

Molto vivace
Presto

Molto vivace
Presto

Allegro assai
Presto
Recitativo

Allegro assai
Allegro assai vivace
Andante maestoso

Adagio ma non troppo, ma divoto

Allegro energico, sempre ben marcato
Dritter Satz

Adagio molto e cantabile

Andante moderato
Tempo |

Andante moderato
Tempo |

Stesso tempo

Allegro ma non troppo
Poco adagio
Tempo |

Poco adagio

Poco allegro, stringento il tempo,
sempre piu allegro
Presto

Maestoso
Prestissimo

Anmerkungen zur Idee des Programms und zur Entstehungsgeschichte
der Werke sowie Erwdgungen zum Finale der 9. Symphonie
,Die Welt ist ein Konig,

und sie will geschmeichelt seyn,
Soll sie sich glinstig zeigen —
Doch wahre Kunst ist eigensinnig,

IRt sich nicht in Schmeichelnde
Formen zwangen —”

Ludwig van Beethoven

Bei jeder Auffiihrung von Beethovens neunter
Symphonie stellt sich die Frage: Soll man dieses
singuldre Werk als erratischen Block hinstellen
und wirken lassen, oder soll man durch einen
vorrausgehenden Programmteil zu ihm hinfihren und ihm den Boden bereiten?
Gute Argumente gibt es fiir beide Moglichkeiten. Beethoven selbst hat sich fir die Letztere
entschieden. Freilich stand die erste Losung fiir
ihn wohl auch kaum zur Debatte, denn fiir
eine ,Musikalische Akademie”, in der damals

derartige Kompositionen der Offentlichkeit vorgestellt wurden, nur eine Symphonie zu spie-

der 1822 entstandenen Konzertouvertiire ,Die

Weihe des Hauses” op. 124 war es die gesamte
im Jahr zuvor in Petersburg uraufgefiihrte
,Missa solemnis”. Dal% er von der Messe in jenem Konzert dann doch nur drei Sitze spielen
lieR, das ,Kyrie”, das ,Credo” und das ,Agnus
Dei”, hatte weniger mit Bedenken hinsichtlich
der Lange und Gewichtung des Programmes als
mit der kaiserlichen Zensurbehorde zu tun. Die

namlich hatte die Auffihrung kirchlicher Stiicke
in Konzertsdlen verboten und hatte bei Ankiindigung der Messe unweigerlich einschreiten
mussen. Das aber verhinderte Beethoven durch

len, ware vermutlich ebenso ungewohnlich gewesen, wie bei einem Diner nur ein Gericht zu
servieren. Die ,Vorspeisen” allerdings, die er

einen , Etikettenschwindel”, indem er die Mel%satze als ,Drey groRe Hymnen mit Solo- und

fir die Akademie am 7. Mai 1824 im Karntner-

Unser Programm folgt zwar dem Modell von
Beethovens Akademie. War allerdings fiir ihn
seinerzeit der Neuheitsgrad ein wesentlicher
Aspekt seiner Werkwahl (der Theaterzettel fiir

tor-Theater, in der seine ,Neunte” uraufgefiihrt
werden sollte, zunachst wahlte, waren fiir unseren heutigen Geschmack erstaunlich: aufer
8

Chorstimmen” annoncierte.

den 7. Mai 1824 kiindigte ausdriicklich ,die

Beethoven dann auf die Idee gekommen, ,ein

neuesten Werke des Herrn Ludwig van Beetho-

glanzendes Schlul8stiick fiir diese Academie zu

ven” an), so ist unser Programm — abgesehen

schreiben. Er wahlte ein schon viele Jahre

von der Riicksicht auf unser heutiges verander-

friher componirtes Lied-motif, entwarf die Va-

tes Zeitempfinden — maligeblich durch das Kri-

riationen, den Chor, etc: und der Dichter Kuff-

terium innerer Verwandtschaft bestimmt.

ner

Beethoven selbst hat in einem Schreiben vom

Beethovens Angabe) dazu dichten”.

mullte

dann

schnell

die Worte

10. Marz 1824, in welchem er dem Verlag seine

neuesten Werke anbot, auf die Verwandtschaft

der 9. Symphonie mit der 1808 entstandenen
,Fantasie c-Moll fur Klavier, Chor und Orchester” op. 80 hingewiesen. Angekiindigt wird in
jenem Brief ,eine grofle Symphonie, welche mit
einem Finale (auf Art meiner Klavierfantasie mit

Chor, jedoch weit grolRer gehalten) und mit Solo’s und Choren von Singstimmen, die Worte
von Schillers unsterbl. bekannten Lied An die
Freude schliefst”.
Entstanden war die Chorfantasie — sehr unge-

wohnlich fiir Beethovens Schaffensweise — aus
einer spontanen Laune heraus innerhalb weni-

ger Tage. Fur den 22. Dezember 1808 hatte er

eine Akademie angekiindigt mit folgendem,
nach unseren Mal’stdben geradezu ungeheuer-

lichen Programm: Urauffiihrung der 6. Symphonie, Szene und Arie ,Ah! Perfido”, Teile aus
der C-Dur-Messe, das 4. Klavierkonzert, Urauffihrung der 5. Symphonie und schlieflich eine
freie Fantasie des Komponisten auf dem Klavier.
Im letzten Moment, so berichtet Carl Czerny, sei

im L L Hoftheater nddhft dbem Kdrnthuerthore,
abaebalten wipd

(nach

Wie der Titel vermuten lafst, war die Coriolan-

rickfihrbar. Damit aber kann die Stichhaltigkeit

Ouvertlire zundchst als Schauspiel-Ouvertiire

solcher oft und, wo sie Uiberstrapaziert werden,

geplant, und zwar zu dem Trauerspiel ,Corio-

wohl auch zurecht als populdr-asthetisch ver-

lan” des Beethoven-Freundes Heinrich Joseph

dachtigter Assoziationen wie ,mannlich-weib-

von Collin, das zwischen 1802 und 1805 hau-

lich” hier als erwiesen gelten, werden Deu-

fig in Wien aufgefiihrt wurde, dann aber vom

tungsmoglichkeiten greifbar, die Wolfram Stein-

Spielplan

beck gar dazu fiihrten, im Blick auf die Corio-

verschwand.

Vermutlich

sollte

Beethovens Ouvertiire das Interesse an dem

lan-Ouvertiire von einem ,Ereignis von epo-

Drama erneut beleben, und wahrscheinlich ist

chaler Bedeutung” zu sprechen: Sie namlich

sie im April 1807 auch einmal als Vorspiel dazu

eroffne ,die Geschichte der programmatischen

erklungen (ohne freilich den erhofften Wieder-

instrumentalen Musik im 19. Jahrhundert”.

belebungseffekt zu erzielen). Erstmals aufgeflihrt hat sie Beethoven jedoch bereits einen

Dald die 17 Jahre spater uraufgefiihrte 9. Sym-

Monat zuvor als Konzertouvertiire. Er eroffnete

phonie zum wichtigsten Markstein, zum rich-

damit ein Subskriptionskonzert im Palais Lob-

tungsweisenden Ereignis in dieser Geschichte

kowitz, innerhalb dessen er auch das 4. Kla-

wurde: dariiber sind sich fast alle Exegeten dieses

vierkonzert (das spdter erneut gemeinsam mit

Werkes einig. Weniger einig allerdings war und

der Chorfantasie erklang) und die 4. Symphonie

ist man sich Gber die Art ihres Programmes.

zur Urauffiihrung brachte, und vermutlich hatte

Dals Beethoven selbst dieses Programm nicht,

er bereits diesen zusatzlichen Zweck im Blick,

wie noch im Falle der Coriolan-Ouverttlire, im

als er das Werk komponierte.

Sinne

Auffallig ist zumindest, dal® Beethoven — wie

Handlung verstand, sondern im Reiche der

einer

nacherzahlbaren

dramatischen

bei spdteren Konzertouvertliren Ublich — das

Ideen angesiedelt sah, scheint aus einem Brief

Werk als Sonatensatz anlegt mit einem ausge-

an den Komponisten, Musiktheoretiker und Re-

pragten Gegensatz zwischen Haupt- und Sei-

zensenten Adolf Bernhard Marx erschlie8bar,

tensatz, ,mannlichem” und ,weiblichem” The-

in welchem er diesen aufforderte, fortzufahren,

menkomplex und deren hochdifferenzierter

,das hohere und wahre Gebiet der Kunst immer

Verarbeitung. Zugleich allerdings ist dieser Ge-

mehr aufzudecken, welches Gewinn fir die-

gensatz und dessen konflikthafte Austragung auf

selbe sein wird”. Marx, der als einer der ersten

die Charaktere des Schauspiels und deren dra-

Musiktheoretiker zwischen Werk und Auf-

matische

fihrung unterschied, hatte im Blick auf Beetho-

12

Konstellationen

und

Handlungen

vens Symphonien gefordert,

der Rezensent
habe nicht lediglich von seinem Héreindruck
auszugehen, sondern von der Partitur, aus der er

zen der Symphonie sprengt. Beethoven hat
lange gezdgert, diesen Schritt zu tun, und es

gibt sogar den spdteren Bericht eines Freundes,

die Idee des Werkes zu erschlieRen habe, aus
welcher dann ,das Ganze nur angesehen und

jener habe noch nach der Urauffiihrung des

beurtheilt werden” konne.

gangig zu machen, d. h. das Chorfinale zu strei-

Werkes erwogen, diesen Schritt wieder riick-

Nattrlich scheint diese Idee in der ,Neunten”
dort am deutlichsten greifbar, wo das Wort hin-

chen und durch einen reinen Instrumentalsatz

zutritt, wo der Gesang die instrumentalen Gren-

und zu diesen Zweifeln bewogen haben? Ver-

zu ersetzen. Was mag ihn zu diesem Zogern

mutlich nicht nur die ihn oft frustrierenden
Erfahrungen mit den Sangerinnen und Sangern,

tiber die es manche Notate in den Konversationsheften gibt (Beethoven verstindigte sich
seit seiner zunehmenden Taubheit mit seiner

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Umgebung durch Eintrage in kleine Hefte, wo-

durch uns viele wichtige Zeugnisse erhalten
sind). Schwerer wog da wohl die zu dieser Zeit
bereits herrschende Musikasthetik, die das
ideale Wesen der Musik in der reinen Instrumentalmusik sah, welche, so E. T. A. Hoffmann,
der in seinen Beethoven-Rezensionen diese

Asthetik paradigmatisch formuliert hatte, ,jede
Hilfe, jede Beimischung einer anderen Kunst
verschmdhend, das eigenthiimliche, nur in ihr
zu erkennende Wesen der Kunst rein ausspricht”.

Doch Beethoven hat trotz allen Zégerns jenen
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der Verleger
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Schritt getan und ihn auch nicht zuriickgenommen. Will man aber die Idee der Symphonie oder zumindest Wesentliches dieser Idee

aus den vertonten Worten erschlieflen, so liegt
13

es nahe, zunachst einmal zu schauen, wie
der Komponist mit dem Gedicht umgegangen
ist.

Auffallend sind zunachst Beethovens Eingriffe in
Schillers Text. Nicht nur nimmt er erhebliche
Kiirzungen vor, sondern er dndert auch die Reihenfolge der Strophen (vgl. in diesem Heft
S. 26 f.). Beides zielt auf die Vereinfachung und
Prazisierung seiner Botschaft: Das Ziel, oder die
Utopie, ist die Verbriiderung der Menschheit.
Motor der dorthin zielenden Bewegung ist die
Freude (,Freude heil’t die starke Feder ...“). Der
Weg aber dieser Bewegung flihrt vom Individuum zur Weltgemeinschaft. Und damit es da
keine MiRverstindnisse gebe, erlaubt sich
Beethoven den ersten Eingriff in Schillers Gedicht: Lange bevor das ,Seid umschlungen, Millionen“, die kosmopolitische Botschaft, erklingen wird, will er Freundschaft und Liebe als die
entscheidenden Triebkréfte jenes Prozesses besingen:

Wem der grolle Wurf gelungen
eines Freundes Freund zu sein,
Wer ein holdes Weib errungen
mische seinen Jubel ein!

Und auch der Hinweis, da® diese Triebkrafte
nur wirksam sind, wenn sie der Natur sich verbiinden, der Natur im Mikro- und Makrokosmos
14

Freude trinken alle Wesen
an den Brtisten der Natur
Froh wie seine Sonnen fliegen

durch des Himmels prachtgen Plan

muB noch jenem Appell zur Menschheitsver-

briiderung vorausgehen.
Die kompositorische Gestaltung dieses Prozes-

ses ist nun freilich weit komplexer, als die dergestalt vereinfachte Textvorlage das vermuten
laRt, ja man hat den Eindruck, dal es der gegeniber Schiller zu so schlichter Linearitat ver-

einfachten Textaussage bedarf, um die Komplexitit der musikalischen Idee in Erscheinung treten zu lassen — so wie eine Variationenfolge desto vielfiltiger werden kann, je einfacher das
ihr zugrundeliegende musikalische Thema ist
(sowohl an der Chorfantasie als auch am Finale
der Symphonie ist das beispielhaft zu beobachten).

Diese Komplexitdt dulert sich schon darin, dafs
jenes Zogern, das Wort liberhaupt in die idealen Spharen der Musik eindringen zu lassen,
selbst kompositorisch thematisiert wird. Nur so
zumindest scheint der ganze erste Teil des Finalsatzes deutbar: Nach dem Einbruch der
Schreckensfanfare in die sanften Schlulfklange
des Adagios jenes eroffnende Rezitativ der Celli
und Kontrabisse, dessen vorandrangende und
wieder zuriicksinkende Gesten deutlich spre-

chen und das dennoch der Wortsprache sich

heitsverbriiderung berauschten. Was aber ist die

versagt, unterbrochen zunachst durch die er-

Idee dieses Werkes? Natiirlich ist htchste Vor-

neut hereinbrechende Fanfare, dann durch Re-

sicht geboten, diese auf einen einfachen Begriff

miniszenzen aus den fritheren Satzen: Versinn-

bringen zu wollen, und man muf sich mit Adolf

lichung der Grenze zwischen Erinnerung und

Bernhard Marx, dem Beethoven selbst so sehr

Aufbruch, Gewesenem und Kommendem, und

beigepflichtet hatte bei dessen Versuch, ,das

schliel8lich, intoniert von den Blasern, die der

hohere und wahre Gebiet der Kunst immer

menschlichen Stimme schon naher sind, eine

mehr aufzudecken”, daran erinnern, daR die

erste kurze Vorahnung der ,Freudenmelodie”.

Wirkung eines Kunstwerkes nur ,als Produkt

Erneut hebt jenes wortlos sprechende Rezitativ,

seiner Idee und der Eigenthiimlichkeit des Auf-

gestort von harschen Tuttischldgen, an, und

fassenden” zu begreifen ist.

dann, zundchst wie aus weitester Ferne, all-

Sprechen wir also lieber vorsichtiger von der

mahlich immer niherkommend, immer mehr

Wirkung als Produkt von Idee und Auffassung:

Instrumente erfassend und zuletzt das ganze

Ist nicht gerade jenes Chaotische, das Clara

Orchester ergreifend, aber immer noch wort-

Schumanns Vater so sehr irritierte, ein wesentli-

los, die ,Freudenmelodie” in ihrer integralen

ches Moment der diesem Werk innewohnen-

Gestalt. Wie in einen orgiastischen Taumel stei-

den Idee, einer Idee, die allerdings derjenige

gert sich das Orchester-Tutti, doch plotzlich,

nicht begreifen kann, der lediglich unbewuf3t

nach einem Moment des Innehaltens, bricht er-

sich ihm Gberlalst, und fir den der Zweck der

neut jene Schreckensfanfare herein, vertrieben

Kunst, wie Wieck seine Ablehnung begriindete,

von

einzig ,Befriedigung des Geflihls”, ,Schonheit

dem

ersten

Ruf

des

Vorsdngers:

,O

Freunde, nicht diese Tone!”.

Als

,unverstindliches

und

und Wohlklang” ist? Ist nicht jenes Diskontinu-

ungenielbares

ierliche, dieses standige Abbrechen und wieder

Chaos”, so Clara Schumanns Vater Friedrich

Beginnen, dieser krasse Wechsel zwischen Vor-

Wieck, haben manche Zeitgenossen Beetho-

andrangendem und Retardierendem, zwischen

vens ,Neunte” und besonders deren

Finale

fast schon konvulsivischen Klangballungen und

empfunden, und vielleicht haben sie, unbe-

wahrhaft ,elysischen” Losungen, sind nicht all

wulst, von der ldee dieses alles Gewohnte

diese schroffen, scheinbar ganz unvermittelten

sprengenden Werkes mehr erfafit als jene, die

Kontraste, ja sind nicht selbst die extremen,

sich lediglich an der aus Schillers Ode heraus-

zum Teil fast unrealistisch erscheinenden An-

destillierten einfachen Botschaft der Mensch-

forderungen an alle Ausfiihrenden nichts ande15

res als der Ausdruck eines Bewul$tseins davon,
daB jener visiondre Weg kein Spaziergang ist,
sondern ein steiler, steiniger Pfad voller Hin-

ven das ,Freuden-Thema” (,Freude, schoner

Komponiert erscheint allerdings auch die emphatische Hoffnung, daf es Sinn hat, diesen

gen, Millionen” kombiniert, ein Hinweis wohl

dernisse und Widerstande?

Gotterfunken!”), das durch seinen Variations-

reichtum bis hierher schon zum Hauptthema
geworden ist, mit dem Thema ,Seid umschlun-

Sog des Finales entgegengesetzten Momente in
ihrer Folge betrachtet: zundchst jene immer
wieder hereinbrechende Schreckensfanfare, die
das Finale eroffnet, selbst wieder unterbrochen

darauf, daR nur durch die Verbindung der individuellen mit der kosmopolitischen Perspektive
das ersehnte Ziel zu erreichen ist. Auch in dem
folgenden Freudentaumel (,Tochter aus Elysium”) gibt es noch zwei Momente des Innehaltens (Poco adagio), der erste vom Chor
gesungen, der zweite von den Solisten und von

durchaus noch bedrohlich wirkend, ein Marsch,
der sich jedoch sehr bald als frohliche Janitscharenmusik entpuppt (das alla turca war be-

schen werden Briider, wo dein sanfter Fliigel
weilt). Auffallig, wie die Singstimmen dort, wo
sie sich in schwindelnde Hohen aufschwingen,
durch das Gegengewicht der Instrumente dem

Weg zu beschreiten. Besonders auffallig wird
das, wenn man einmal die retardierenden, dem

von Erinnerungen an Friiheres, Reminiszenzen
an die vorausgegangenen Sdtze. Dann, wie aus
weiter Ferne kommend und im ersten Moment

reits bei Gluck, Haydn und Mozart zum musi-

kalischen Topos geworden) und auch vom SoloTenor entsprechend gedeutet wird (,Froh, wie
seine Sonnen fliegen / Durch des Himmels
prichtgen Plan”). Spater das Erschauern vor der
GroRe Gottes und des Universums (,Adagio ma
non troppo ma divoto”: ,lhr stlrzt nieder, Mil" lionen“). Zweimal erscheint diese Stelle, beim

zweiten Mal mit der alten Figur des ,Tremendum” verbunden, und in beiden Fadllen in ein
extremes, gleichsam kosmisches Pianissimo-

Lontano miindend. Zwischen diesen beiden
Stellen eine groRe Doppelfuge, in der Beetho16

diesen in einer Ensemble-Kantilene zu einer
groRen Erlésungs-Vision gesteigert (,Alle Men-

Boden verhaftet bleiben.

Diese Bodenhaftung wird in der letzten Stelle

des Innehaltens, in der sich der Sog der Stretta
noch einmal staut, noch weit starker (Maestoso:
Tochter aus Elysium! / Freude, schoner Gotterfunken!” — Beethoven verkehrt hier die Reihenfolge der Anfangszeilen!), ein Moment, in dem
die Erfiillung jener Vision, das Elysium auf Erden, greifbar nahe scheint. Dann schweigen die
Worte und das Orchester jagt im Elan triumphal — ginzlich untypisch fiir Beethoven —in einen offenen SchlufS.

HMB

Der Chor dieses Partnerschaftskonzertes

durch Empfindungs- als Wortausdruck freytétig

ausiibt, wo er zugleich von allen (brigen homogene Eindriicke empfidngt, wo er sich seiner
menschlichen Selbststiandigkeit und Mitstdn-

Man konnte die Komposition der 9. Symphonie,

digkeit auf das intuitivste und vielfachste be-

besonders die des Finales, als inszeniertes Wag-

wulSt wird, wo er Aufkldarung emptangt und ver-

nis beschreiben. Und ebenso konnte man den

breitet, wo er Liebe ausstromt und einhaucht,

Chor charakterisieren, der sich fur dieses Kon-

augenblicklich mit jedem Athemzug — habt ihr

zert zusammengefunden hat. Kann es gelingen,

etwas anderes als den Chorgesang?”

so viele Menschen so verschiedener Herkunft

Mag uns der schone Enthusiasmus dieser Worte

zu einem homogenen Ensemble zu verbinden?

inzwischen auch etwas fremd sein, ihr Anliegen

Dals ein derartiges Experiment bereits in der

erscheint uns keineswegs veraltet. Ersetzt man

Entstehungs-, Auffiihrungs- und Rezeptionsge-

die ,europaische Zeitgenossenschaft” durch die

schichte dieses Werkes Wurzeln hat, ist durch

,Weltgemeinschaft’, so kann unser heutiger

manche Zeugnisse belegt. Eines der eindrucks-

Chor als ein schones Beispiel der Nachwirkung

vollsten, das den Nahrboden erkennen 1aRt, aus

jener humanistischen Ideen der Aufklarung

dem Beethovens Idee erwuchs, entstand bereits

gelten.

15 Jahre vor der Urauffiihrung der 9. Sympho-

Diese Ideen fanden einen nachhaltigen Nieder-

nie. Es stammt von Hans-Georg Naegeli, dem

schlag in den demokratisch orientierten Musik-

Begriinder des ,Zircher Singinstituts” und mu-

festen des Vormarz, und hier war der Ort der er-

sikalischen Mitarbeiter des philanthropischen

sten bedeutenden Auffiihrungen der ,Neunten”.

Padagogen Johann Heinrich Pestalozzi: ,Erst da

Bereits 1825, ein Jahr nach der Urauffiihrung,

beginnt das Zeitalter der Musik wo nicht blo8

dirigierte Ferdinand Ries die Symphonie auf

Reprasentanten die héhere Kunst ausiiben — wo

dem ,Niederrheinischen Musikfest” in Aachen,

die hohere Kunst zum Gemeingut des Volkes,

und auf diesem Fest erklang das Werk auch in

der Nation, ja der ganzen europdischen Zeitge-

spateren Jahren immer wieder. Schon in Aachen

nossenschaft geworden (...) Nehmt Schaaren

war der Chor sehr grols besetzt (es wird von

von Menschen, nehmt sie zu Hunderten, zu

266 Mitgliedern berichtet), und in den spateren

Tausenden, versucht es, sie in humane Wech-

Auffiihrungen soll er noch weiter gewachsen

selwirkung zu bringen, eine Wechselwirkung,

sein. Sehr achtete man allerdings darauf— man-

wo jeder Einzelne seine Persénlichkeit sowohl

che Zeugnisse sprechen dafiir — dal8 daraus nie
17

schon formuliert hatte: Homogenitdt durch
gleichgewichtige Wechselwirkung von ,Selbst-

ein Massenchor wurde. Das allerdings hatte
dem kiinstlerischen Anspruch und der Idee der
_Neunten” auch ebensowenig entsprochen wie
jenen aufkldrerisch-humanistischen Ideen der
Biirgerlichen Chorbewegung, die Naegeli so

standigkeit und Mitstandigkeit”

musikalischen Ensembles ... wie der WeltHMB
gemeinschaft.

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Stimmen zur Neunten Symphonie Beethovens

Uber die erste Auffiihrung des Werkes am 7. Mai

machte ihn hochst ungliicklich, der Tribsinn,

1824 schreibt einer der Mitwirkenden, der Geiger

der ihn befangen hielt, wich nicht mehr von

Joseph Michael Bohm, in der ,Briinner Zeitung”
(1863):

Ein glanzendes, dulSerst zahlreiches Auditorium
lauschte mit gespanntester Aufmerksamkeit und

ihm. — Es war ein trauriges, herzzerreillendes
Bild, diesen groflen Geist so der Welt abge-

kehrt, verschlossen, milstrauisch und in seiner
Hauslichkeit vernachlassigt zu sehen.

spendete enthusiastischen rauschenden Beifall.
Beethoven dirigirte selbst, d. h. er stand vor einem Dirigentenpulte und fuhr wie ein Wahnsinniger hin und her. Bald streckte er sich hoch

empor, bald kauerte er bis zur Erde, er schlug

Robert Schumann (1810 — 1856), ein Bewunderer

der 9. Symphonie Beethovens, kleidet seinen Kommentar in eine ,Fastnachtsrede von Florestan. Gehalten nach einer Auffiihrung der letzten Sympho-

mit Handen und Fillen herum als wollte er al-

nie von Beethoven”, veroffentlicht in der von Schu-

lein die samtlichen Instrumente spielen, den

mann gegriindeten ,Neuen Zeitschrift fir Musik”

ganzen Chor singen. — Die eigentliche Leitung

(1835):

war in Duports Hand, wir Musiker sahen blof$

auf dessen Taktstock. — Beethoven war so auf-

geregt, dal® er nichts sah, was um ihn vorging,
dald er auf den Beifallssturm, den er freilich bei

,Was mag wohl Beethoven sich unter den Bassen gedacht haben?” — ,Herr”, antwortete ich,
,schwerlich genug; Genies pflegen Spals zu

seiner Gehorschwache kaum horen konnte,

machen, — es scheint eine Art Nachtwdchterge-

auch nicht einmal achtete. — Man muf3te es ihm

sang:” — — Weg war die schone Minute und der

immer sagen, wenn es an der Zeit war, dem

Publikum fiir den gespendeten Beifall zu danken, was Beethoven in linkischer Weise that —
Beethoven feierte einen grofartigen Triumph,
doch konnte auch dieser ihm nur voriberge-

hend genligen und erheitern! Seine Taubheit

Satan wieder los.

Und wie ich nun diese

Beethovener ansah, wie sie dastanden mit glot-

zenden Augen und sagten: ,Das ist von unserm
Beethoven, das ist ein deutsches Werk — im
letzten Satz befindet sich eine Doppelfuge —

man hat ihm vorgeworfen, er prastiere derglei19

chen nicht, aber wie hat er es getan — ja, das ist

Hector Berlioz (1803 — 1869) sah Beethovens Sym-

unser Beethoven.” Ein anderer Chor fiel ein: ,Es

phonien als Vorbilder seiner eigenen programmati-

scheinen im Werk die Dichtgattungen enthalten
zu sein, im ersten Satz das Epos, im zweiten

der Humor, im dritten die Lyrik, im vierten (die
Vermischung aller) das Drama.” Wieder ein an-

derer legte sich geradezu aufs Loben: ein gi-

gantisches Werk war’ es, kolossal, den agyptischen Pyramiden vergleichbar. Noch andere
malten: die Sinfonie stelle die Entstehungsgeschichte des Menschen dar — erst Chaos, dann
der Ruf der Gottheit: ,Es werde Licht” — nun
ginge die Sonne auf iber den ersten Menschen,

der entzlickt ware Uber solche Herrlichkeit —
kurz, das ganze erste Kapitel des Pentateuchs
sei sie.

Ich ward toller und stiller. Und wie sie eifrig
nachlasen im Text und endlich klatschten, da
packte ich Eusebius beim Arm und zog ihn die
hellen Treppen hinunter mit ringsum ldachelnden Gesichtern.
Unten im Laternendunkel sagte Eusebius wie

vor sich hin: ,Beethoven — was liegt in diesem
Wort! schon der tiefe Klang der Silben wie in
eine Ewigkeit hineintonend. Es ist, als konne es
kein anderes Schriftzeichen fiir diesen Namen
geben.” — ,Eusebius”, sagte ich wirklich ruhig,
Lunterstehst du dich auch, Beethoven zu loben?
Wie ein Lowe wiirde er sich vor euch aufgerichtet und gefragt haben: ,Wer seid ihr denn,
die ihr das wagt?".”
20

schen Sinfonik; auch die Neunte analysiert er in
sachlich-analytischer Perspektive:

Beethoven hatte schon acht Symphonien vor

dieser geschrieben. Um nun tber den Punkt
hinaus zu gehen, zu welchem er bis dahin mit
Hilfe rein instrumentaler Mittel gelangt war,

welcher Schritt blieb ihm Gbrig? Die Vereinigung der Singstimmen mit den Instrumenten.
Um aber das Gesetz der Steigerung zu beobachten, und in dem Werke selbst die Gewalt
der dem Orchester zu gebenden Verstarkung
deutlicher zur Geltung zu bringen, mul’te er
nicht in dem ersten Bilde des zu entrollenden
Gemadldes noch einmal die Instrumente allein
auftreten lassen? (...) Hat man aber dies einmal
zugegeben, so begreift man sehr wohl, dal’ er
darauf verfiel, eine gemischte Musik zu suchen,
geeignet den beiden grofen Abteilungen der

Symphonie als Bindemittel zu dienen; das instrumentale Rezitativ war die Briicke, welche
er zwischen Chor und Orchester zu spannen

wagte, um den Instrumenten den Ubergang zur
Vereinigung mit den Singstimmen zu ermogli-

chen. Hiernach mufSte der Komponist bestrebt

sein, die bevorstehende Vermengung anzukiindigen und zu begriinden, und so rief er denn
selbst durch die Stimme des Chorfiihrers und
mit den Tonen des eben gebrachten instrumen-

talen Rezitativs die Worte: ,O Freunde, nicht

Waage,

diese Tone, sondern lalst uns angenehmere an-

Rechte fiir jede, so weit sie es hat und haben

und

werden

vereint

mit gleichem

stimmen, und freudenvollere!” Damit ist also

kann. Endlich die rein humane: das Menschli-

gewissermalSen die Allianz zwischen Chor und

che im Gegensatze zu der Welt ausser ihm be-

Orchester geschlossen; der von dem einen wie

wahrt sein hochstes Anrecht am Menschen, und

von dem anderen ausgesprochene rezitativische

von da erst tritt auch das Aussermenschliche,

Satz scheint die Schwurformel zu sein. Frei steht

versohnt und verschmelzend mit jenem, in sein

es nun dem Musiker, den Text fur seine Chor-

gebuihrend Recht. Wir konnen weder die Natur,

komposition zu wéhlen: Beethoven holt ihn bei

noch was an geistigem Leben neben oder tber

Schiller; er bemachtigt sich des Gesanges ,An

uns wesen mag, liebend und gerecht erfassen,

die Freude”, taucht ihn in tausend Farbenschat-

als durch das Menschenthiimliche hindurch.

tierungen, welche durch die Poesie allein nie-

mals hatten bemerkbar gemacht werden konnen, und steigert bis zum Schlul® Prunk, GrolRe,

Richard Wagner (1813

Glanz.”

Beethovens Neunte in seiner Schrift ,Das Kunstwerk

-

1883) schreibt (iber

der Zukunft”:
Der Musiktheoretiker und Komponist Adolf Bern-

So drang der Meister durch die unerhértesten

hard Marx

Moglichkeiten der absoluten Tonsprache, -

(1795 —

1866)

erértert in

seinem

zweibandigen Werk (iber Beethovens Leben und

nicht,

indem

er an

ihnen

fliichtig vorbei-

Schaffen einige Grundaspekte der Neunten Sym-

schliipfte, sondern indem er sie vollstandig, bis

phonie:

zu ihrem letzten Laute, aus tiefster Herzensfulle

Der Grundgedanke dieses Werks aber ist von

dreifacher Bedeutung. Er ist zuerst ein biographischer: Beethovens Lebenswerk in all seiner
Herrlichkeit und Weite — und daneben unabweisbar das nimmergestillte Verlangen des Ein-

samen in den Kreis der Menschengemeinschaft.
Sodann ein kinstlerischer: die beiden Halften

des Tonreichs werden gewogen in gerechter

aussprach, — bis dahin vor, wo der Seefahrer

mit dem Senkblei die Meerestiefe zu messen
beginnt; wo er im weit vorgestreckten Strande

des neuen Kontinentes die immer wachsende
Hohe festen Grundes berlhrt; wo er sich zu
entscheiden hat, ob er in den bodenlosen
Ozean umkehren, oder an dem neuen Gestade
Anker werfen will. Nicht rohe Meerlaune hatte
den Meister aber zu so weiter Fahrt getrieben;
21

er muldte und wollte in der neuen Welt landen,

ruft, das Beethoven als Krone auf die Spitze sei-

denn nach ihr nur hatte er die Fahrt unternom-

ner Tonschopfung setzte. Dieses Wort war: —

men. Ristig warf er den Anker aus, und dieser

,Freude!” Und mit diesen Worten ruft er den

Anker war das Wort. Dieses Wort war aber
nicht jenes willkiirliche, bedeutungslose, wie

Menschen zu: ,Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuss der ganzen Welt!” — Und dieses

es im Munde des Modesangers eben nur als

Wort wird die Sprache des Kunstwerkes der

Knorpel des Stimmtones hin- und hergekaut

Zukunft sein. —

wird; sondern das notwendige, allmachtige, all-

vereinende, in das der ganze Strom der vollsten Herzensempfindung sich zu ergiefSen vermag; der sichere Hafen fiir den unstet Schweifenden; das Licht, das der Nacht unendlichen
Sehnens leuchtet: das Wort, das der erloste
Weltmensch aus der Fiille des Weltherzens aus-

22

Peter Tschaikowsky (1840 — 1893) schreibt im Ja-

nuar 1875 (iber Beethovens 9. Symphonie:

Auch in der 9. Symphonie, dem letzten Zeugnis

seines gigantischen sinfonischen Schaffens, stei-

gert sich Beethoven zu einem Hymnus an die

,Lacheln der Mona Lisa”, dem mit seltsamer

Freude, an jene Freude, in der sich gleichsam

Beharrlichkeit das Etikett ,geheimnisvoll” an-

der ewige, weltumspannende Jubel alles Le-

haftet — das Meisterwerk, tiber das am meisten

benden ausdriickt, das sich zu einem Bruder-

Unsinn verbreitet wurde. Man muf8 sich nur

bund vereinigt hat, um einstimmig einen begei-

wundern, dall es unter dem Wust von Ge-

sterten Dithyrambus zu Ehren der Natur und ih-

schreibe, den es hervorgerufen hat, nicht schon

res Schopfers zu singen. Doch in dieser Freude

langst begraben liegt. (...)

ist etwas Uberirdisches, etwas Ideales und Un-

Es gibt kein glanzenderes Beispiel fiir die Dehn-

mogliches, das nicht mit dem Leben aussohnt,

barkeit einer Idee innerhalb der ihr gesetzten

sondern den Menschen nur fiir Augenblicke in

Form; jede Abwandlung bringt neue Freude,

jene lichten Spharen entfiihrt, die allein der

ohne dafs der Eindruck von Anstrengung oder

Kunst und der Schonheit vorbehalten sind und

Wiederholung entstlinde; es ist wie ein Wunder,

von deren Hohen aus sich das irdische Jam-

wie das Aufblihen eines Baumes, dessen Knos-

mertal mit seinen ewigen Leiden, Zweifeln und

pen alle mit einem Mal aufbrechen. Nichts ist

unerfiillten Hoffnungen noch disterer, noch

uberflissig in diesem architektonisch so weit-

auswegloser darstellt. Aus der 9. Symphonie ist

gespannten Werk, nicht einmal das Andante,

der Schrei hoffnungsloser Verzweiflung eines

das neuere Asthetik tibergroBer Linge zeiht; bil-

schopferischen Genies zu héren, das den Glau-

det es nicht den sensibel gesetzten Ruhepunkt

ben an das Glick unwiderruflich verloren hat

zwischen der rhythmischen Beharrlichkeit des

und auf der Schwelle vom Leben ins Reich un-

Scherzos und der instrumentalen Sturzflut, mit

erfiillbarer Traume und unerreichbarer Ideale

der die Stimmen unwiderstehlich zum Glanz

steht.

des Finales treiben?

Claude Debussy (1862 — 1918) berichtet im Jahr

Der Philosoph Wilhelm Dilthey (1833 — 1911)

1901

kommentiert Beethovens letzte Symphonie in sei-

von einer Auffiihrung der 9.

Symphonie

Beethovens:

nem Buch ,Das Erlebnis und die Dichtung”:

Man hat die Neunte Symphonie in einen Nebel

Von

von hohen Worten und schmiickenden Beiwor-

Weise) gehen Linien der Wirkung zu Schillers

ten gehdllt. Sie ist — neben dem beriihmten

Don Carlos, zu Kants Religionsschrift, zu Her-

Lessings

Gedankendrama

(Nathan

der

23

ders Humanitat, zu Goethes Plan der Geheimnisse, ja selbst zu Hegels ersten theologischen

schen Aufklarung die Harmonie der Welt, die

Schriften. Zu mdchtigem Ausdruck aber ge-

Menschenliebe und eine das ganze Leben

langte der Gehalt dieses Gedichtes in der

und ihre Schmerzen zu der universalen Stim-

durchdringende, verkldrte Heiterkeit verbinden.
So hat Beethoven den Gehalt dieser Dichtung,
losgelost von allem Endlichen und Verganglichen, das ihr anhaftet, in die Ewigkeit er-

mung, in der sich ganz im Geiste der Lessing-

hoben.

neunten Sinfonie Beethovens. Auch sie flihrt
hindurch durch die partikulare Leidenschaft

24

Gute des gottlichen Wesens, die allgemeine

Chorfantasie c-Moll, op. 80
Worte von Christoph Kuffner

Schmeichelnd hold und lieblich klingen
unsers Lebens Harmonien,

und dem Schénheitssinn entschwingen
Blumen sich, die ewig blihn.

Fried” und Freude gleiten freundlich
wie der Wellen Wechselspiel;
was sich drdngte rauh und feindlich,
ordnet sich zu Hochgefiihl.
Wenn der Téne Zauber walten

und des Wortes Weihe spricht,

muld sich Herrliches gestalten,
Nacht und Stiirme werden Licht,

aul’re Ruhe, inn’re Wonne
herrschen flir den Glucklichen.

Doch der Kiinste Friihlingssonne

|aRt aus beiden Licht entstehen.
GrolSes, das ins Herz gedrungen,

bliiht dann neu und schon empor,

hat ein Geist sich aufgeschwungen,
hallt ihm stets ein Geisterchor.

Nehmt denn hin, ihr schonen Seelen,

froh die Gaben, schoner Kunst.
Wenn sich Lieb’ und Kraft vermahlen,

lohnt den Menschen Gottergunst.

25

An die Freude
Friedrich Schiller

Freude trinken alle Wesen
An den Brusten der Natur,
Alle Guten, alle Bosen

Freude, schoner Gotterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum;
Deine Zauber binden wieder,

Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Bruder,

Wo dein sanfter Fligel weilt.
Chor
Seid umschlungen, Millionen!

Folgen ihrer Rosenspur.

Kiisse gab sie uns und Reben,
Einen Freund, gepriift im Tod,
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott.
Chor

lhr stlirzt nieder, Millionen?
Ahnest du den Schopfer, Welt?

Such ihn Gberm Sternenzelt!

Uber Sternen mul’ er wohnen.

Diesen Kuls der ganzen Welt!

Briider — Gberm Sternenzelt
Mul ein lieber Vater wohnen.

Freude heilst die starke Feder
In der ewigen Natur.

Freude, Freude treibt die Rader
Wem der grolse Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein,

Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!

Ja — wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer’s nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!
Chor

Was den grolSen Ring bewohnet,

In der grolBen Weltenuhr.

Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,

Spharen rollt sie in den Raumen,
Die des Sehers Rohr nicht kennt.
Chor
Froh, wie seine Sonnen fliegen

Durch des Himmels pracht'gen Plan,
Laufet Briider eure Bahn,
Freudig wie ein Held zum Siegen.

Huldige der Sympathie!
Zu den Sternen leitet sie,

Wo der Unbekannte thronet.
26

Aus der Wahrheit Feuerspiegel
Lachelt sie den Forscher an.

Zu der Tugend steilem Hiigel
Leitet sie des Dulders Bahn.

Auf des Glaubens Sonnenberge

Sieht man ihre Fahnen wehn,
Durch den RilS gesprengter Sérge

Die Verzweiflung Heldenmut — —
Briider fliegt von euren Sitzen,

Wenn der volle Rémer kreist,

Lalst den Schaum zum Himmel spritzen:
Dieses Glas dem guten Geist!

Sie im Chor der Engel stehn.

Chor
Chor

Duldet mutig Millionen!
Duldet fiir die bess’re Welt!
Droben tiberm Sternenzelt

Den der Sterne Wirbel loben,

Den des Seraphs Hymne preist,
Dieses Glas dem guten Geist
Uberm Sternenzelt dort oben!

Wird ein groBer Gott belohnen.
Festen Mut in schwerem Leiden,

Gottern kann man nicht vergelten,

Schén ist’s ihnen gleich zu sein.
Gram und Armut soll sich melden,
Mit dem Frohen sich erfreun.

Groll und Rache sei vergessen,
Unserm Todfeind sei verziehn,
Keine Trane soll ihn pressen,

Htilfe, wo die Unschuld weint,

Ewigkeit geschwornen Eiden,
Wahrheit gegen Freund und Feind,
Mannerstolz vor Kénigsthronen, —

Briider, galt’ es Gut und Blut —
Dem Verdienste seine Kronen,
Untergang der Liigenbrut!

Keine Reue nage ihn.

Chor
Chor
Unser Schuldbuch sei vernichtet,

SchlieSst den heil’gen Zirkel dichter,
Schwart bei diesem gold’nen Wein,

Ausgesohnt die ganze Welt!

Dem Geliibde treu zu sein,

Briider — tiberm Sternenzelt

Schwort es bei dem Sternenrichter!

Richtet Gott, wie wir gerichtet.
Freude sprudelt in Pokalen,

In der Traube gold’nem Blut

Trinken Sanftmut Kannibalen,

(Die von Beethoven nicht vertonten Strophen des

Gedichts sind kursiv gesetzt.)

24

Die Deutsche Bank Freiburg unterstutzt den Freiburger Bachchor
und das Freiburger Bachorchester bei dem Konzertprojekt:

Ode ,, An die Freude”
Fast 300 Musiker, darunter 126

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1en und Sanger aus allen neun

November unter Leitung vo

Die Deutsche Bank stellt sich mit breitem kulturellen, wissenschaftlichen
und sozialen Engagment ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.

Die Deutsche Bank Freiburg ist stolz, mit der Forderung dieses herausragenden Konzertprojekts dieser Verantwortung Ausdruck zu verleihen.

Catriona Smith
schloss ihr Studium 1986 an der Royal Scottish Academy of Music and Drama
in Glasgow ab und studierte dann ein Jahr am Opernstudio der Universitit
Toronto. 1990 debiitierte sie an Covent Garden, war an der Scottish Opera als
Gretel und Dalila zu héren und gastierte an der Deutschen Staatsoper Berlin als
Sophie, in San Francisco als Morgana sowie als Erste Nichte in ,Peter Grimes”

in Amsterdam. Seit 1991 ist sie Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Hier
sang sie Colombina in Haydns ,Die Feuersbrunst”, die Titelpartie in Dinescus

,Eréndira”, Zerlina, Papagena, Pamina, Najade in ,Ariadne auf Naxos”, Nanetta

in ,Falstaff”, Gilda, Gretel, Annchen sowie Norina in ,Die Irren aus Vorsatz”.

Sie war als Olympia, Himmlische Stimme in ,Don Carlo”, als Sophie, Cleopatra in ,Giulio Cesare in Egitto”, Konstanze und Lilla in ,Una cosa rara” zu
horen sowie zuletzt als Morgana in ,Alcina”, Susanna in ,Le nozze di Figaro”,
Erste Dame in ,Die Zauberfl6te” und als Woglinde in ,Das Rheingold”. 2003

wurde sie zur Kammersangerin der Staatsoper Stuttgart ernannt.

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Anja Jung
Die Altistin Anja Jung stammt aus einer musikalischen Familie und

schon seit friihester Kindheit. Sie studierte Gesang bei der Opern-

musiziert

und Kon-

zertsangerin Elisabeth Szemz6-Goese, von der sie bis heute unterrich

tet wird.
Zum Thema Liedgesang besuchte sie einen Meisterkurs bei Irvin
Gage. 1993

war Anja Jung Preistragerin des Wettbewerbs ,Jugend musiziert

” (Sologesang).
1994 Stipendiatin der Richard-Wagner Stipendienstiftung. 1998
wurde sie als

Chorsdngerin an die Semperoper in Dresden und 2000 als Chorsangerin
loverpflichtung an das Opernhaus Ziirich engagiert. Im Sommer 2002

mit So-

wirkte sie

bei den Richard-Wagner Festspielen in Bayreuth im Festspielchor mit.

Seit der Spielzeit 2006/2007 ist Anja Jung als Solistin am Theater Freiburg
engagiert— hier sang sie unter anderem Erda und Flosshilde in ,Rheingo
ld”, Char-

lotte in ,Werther” und Mahlers 3. Sinfonie.

Anja Jung ist neben der Oper auch eine beliebte Konzertsangerin.

So wirkte sie

bei zahlreichen Konzerten in Deutschland, der Schweiz und den USA

mit und
gab Lieder- und Arienabende. Sie ist der geistlichen Musik ebenso zugetan
wie
dem Liedgesang. In Dresden, Ziirich und Bayreuth hatte sie Gelegenh
eit, unter

Dirigenten wie Marcello Viotti, Nicolaus Harnoncourt, Christop
h von
Dohnanyi, Christian Thielemann, Sir Colin Davis, Giuseppe Sinopoli,
Sir John
E. Gardiner zu singen und mit ebenso namhaften Regisseuren
zu arbeiten.

Die Konzerte des Freiburger Bachchores und Bachorchesters
werden

gefordert durch die Stadt Freiburg und das Regierungsprasidium

Freiburg.

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Christian Elsner
Mit seinem umjubelten Debut als Siegmund bei der Neuproduktion von Wag-

ners ,Walkire” am Deutschen Nationaltheater Weimar im April 2007 hat Christian Elsner erneut seine vielseitige Begabung im Konzert-, Lied- und Opernbereich eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der in Freiburg im Breisgau geborene Tenor studierte Gesang bei Martin Griindler, Dietrich Fischer-Dieskau und

Neil Semer. Nach Preisen bei verschiedenen internationalen Wettbewerben
gastierte er an Opernhdusern in Heidelberg, Darmstadt, Oslo, Miinchen, Paris,

Weimar und bei den Salzburgern Festspielen.

Als Konzertsanger ist Christian Elsner regelmédRiger Gast bei internationalen
Festivals und in allen wichtigen Konzertsilen von Berlin, Wien, London bis nach
New York und Tokyo. Auch war er an zahlreichen Rundfunkaufnahmen und vie-

len CD-Produktionen beteiligt.
Mit Begleitern wie Hartmut Holl, Graham Johnson, Charles Spencer, Gerold

Huber und seinem festen Duopartner Burkhard Kehring gab der Tenor Lieder-

abende in Briissel, Frankfurt, Hamburg, Kéln, Dresden, Luzern, London, Ravinia und bei der Schubertiade Feldkirch. Aus seinem umfangreichen Repertoire
erschienen ausgewdhlte Lieder und Balladen von Brahms, Hessenberg, Kreutzer, Lehar, Loewe, Alma und Gustav Mahler, Schubert, Schumann und Zem-

linsky auf CD.
Daneben widmet sich Christian Elsner mit groRer Freude dem Schreiben von
Kinderbiichern: beim Thiasos-Verlag veréffentlichte er ,Lennie und die Zauberflote” und ,Lennie in der Wolfsschlucht”. AuRerdem unterrichtet er als Pro-

fessor flir Gesang an der Hochschule fiir Musik in Wiirzburg.

Zukiinftige Engagements fiihren Christian Elsner u. a. zu den Wiener Symphonikern unter Fabio Luisi, dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Markl, den
Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott, dem Symphonieorchester Sao

Paulo unter John Neschling, dem Queensland Symphony Orchestra unter Johannes Fritzsch, dem SR-Sinfonieorchester unter Christoph Poppen und den
Minchner Philharmonikern unter Christian Thielemann. Neben Liederabenden (u. a. beim Rheingau Musikfestival) gastiert der Tenor weiterhin am Deut-

schen Nationaltheater Weimar in Wagners ,Walkiire” als Siegmund.
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Otto Katzameier
studierte in seiner Heimatstadt Miinchen Querflote und Gesang bei Josef Metternich sowie Hans Hotter, spdter bei Konstantin Karapetrow in Sofia, Bulgarien.
Bereits friih errang er Preise bei zahlreichen Wettbewerben wie dem Meistersingerwettbewerb Niirnberg, Mozartwettbewerb Wiirzburg, Hugo Wolf Wett-

bewerb Stuttgart oder dem Bundeswettbewerb Gesang Berlin.
Er beschdftigte sich die ersten Jahre seiner Karriere fast ausschlieRlich mit dem
Oratorien- und Liedrepertoire, womit er in zahlreichen Festivals wie Aix-en-Provence, Rheingaufestival, Mozartfest Wiirzburg, Maggio Musicale Florenz etc. zu
Gast war.

In der Oper ist der Bassbariton sowohl im klassischen Repertoire: ,Alidoro” in
,Cenerentola” an der Komischen Oper Berlin sowie in Braunschweig, ,Mustafa“
in ,Italienerin in Algier” in Mannheim und Saarbriicken, ,,Don Giovanni” und
,Leporello” in Luzern, Mulhouse, Berlin, ,Guglielmo” und ,Alfonso” in Hamburg, Wiirzburg und beim Rheingau Festival, Handels ,Imeneo” bei den Han-

delfestspielen Halle, ,Consalvo” in ,Almira” bei den Handelfestspielen Karlsruhe, etc. als auch zunehmend in der zeitgentssischen Musik beheimatet.
CD-Einspielungen sind erschienen von ,Luci mie traditrici“ und dem ihm gewidmeten Orchesterliederzyklus ,Quaderno di Strada” mit dem Klangforum
Wien unter Beat Furrer und Sylvain Cambreling.

Fir seine Interpretation des ,Principe” in der Schwetzinger Urauffihrung der
neuen Sciarrinooper ,Da Gelo a Gelo” wurde Otto Katzameier von der Frank-

furter Allgemeinen Zeitung zum Sanger des Jahres nominiert. Weitere Auffihrungen dieses Werkes an der Opera National de Paris und dem Lincoln
Center Festival in 2007 sowie der Opera de Geneve 2008 folgen.

In 2006 widmete sich Otto Katzameier erstmals in seiner Karriere auch der
Operette. ,Fledermaus” und ,Im weillen Rdssl“ in Bonn, sowie Offenbachs

,Blaubart” bei den Bregenzer Festspielen. Seine nichsten Projekte sind ,Me-

lancholia” von Haas (Urauffiihrung an der Pariser Oper sowie Oslo und Graz),
,Com que voz” von Gervasoni (Urauffiihrung in Porto, Frankfurt, Berlin, Am-

serdam, Briissel) sowie das Debut bei den Salzburger Festspielen in der Hauptrolle von , Luci mie Traditrici”.
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~Musik ist die Melodie, zu der die Welt der Text ist.“
Arthur Schopenhauer

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Tibor Szasz
Der Pianist Tibor Szdsz wurde 1948 als Sohn ungarischer Eltern in Siebenbiirgen geboren und erhielt im Alter von vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht.

Als Gewinner eines Wettbewerbs durfte er bereits mit 13 Jahren am Musikkonservatorium Klausenburg bei Elisa Ciolan, einer Schiilerin von Alfred Cortot, studieren. Sein Konzert-Debiit erfolgte im Alter von 16 Jahren unter dem Dirigenten Antonin Ciolan, einem Schuler von Arthur Nikisch.
1967 wurde er Preistrager beim Internationalen ,George Enescu Klavierwett-

bewerb” in Bukarest und erhielt daraufhin zahlreiche Engagements fiir Konzerte
mit Orchestern in Rumdnien. Bei seinem ersten Auftritt in Westdeutschland
1968 wurde Tibor Szasz als ,Spitzentalent hinter dem Eisernen Vorhang” beju-

belt. Nach weiteren Studien in den USA bei Leon Fleisher, Theodore Lettvin,
Russell Sherman, Miklés Schwalb und Charles Fisher gewann Tibor Szasz drei-

mal bei internationalen Klavier-Wettbewerben den ersten Preis.
Inzwischen trat er in mehr als 1000 Konzerten in Rumanien, Deutschland, Ka-

nada, England, Frankreich, Spanien, Taiwan und den USA.
Besondere Hohepunkte waren die erfolgreichen Auffiihrungen der letzten drei
Sonaten Beethovens, zuerst fur die ,La Gesse Foundation” in Frankreich und

dann im Kennedy Center in Washington. Tibor Szdsz nahm an zwei Festivals
teil, wo er in fiinf Tagen 20 Werke von Beethoven auffiihrte — die letzten drei

Klaviersonaten, samtliche Violin- und Cello-Sonaten sowie das erste und letzte
Klaviertrio. 1983 erwarb Tibor Szasz den Doctor of Musical Arts Degree an der
University of Michigan in Ann Arbor, USA. Nach Klavierprofessuren an der

Bowling Green State University, University of Dayton und Duke University
wurde Tibor Szdsz 1993 zum Professor an der Staatlichen Hochschule fir
Musik in Freiburg berufen.
Musikwissenschaftliche Forschungen wurden von Tibor Szdsz iiber Mozart,

Beethoven und Liszt in den USA und England verd6ffentlicht, unter anderen auch
die international anerkannte Arbeit tiber ,Liszt's Symbole fiir das Gottliche und

Diabolische: Die Entzifferung des musikalischen Programms in seiner H-moll Sonate” (Journal of the American Liszt Society, Juni 1984). Ebenfalls vertffentlicht
wurden Artikel tber die Klavierkonzerte von Beethoven sowie tiber eine bisher
tbersehene authentische Quelle fiir Mozarts Klavierkonzert C-Dur KV 246.
37

Chronik der Partnerschafts-Projekte

1995

1990

Matsuyama: W. A. Mozart: Requiem d-Moll
Bachchor und -orchester Matsuyama, Ltg.: H. M. Beuerle.

Leitung: Sir Charles Groves

Lemberg: Werke von Anton Webern und Johannes
Brahms; Anton-Webern-Chor Freiburg, Trembita-Chor u.

Freiburg, Georg Friedrich Handel: ,Messias”

erle. Begleitend: Lyssenko-Konservatorium, Meisterkurse

Guildford, Ludwig van Beethoven: ,Missa solemnis”.
Guildford Philharmonic Choir u. Freiburger Bachchor,

Freiburger Bachchor u. Guildford Philharmonic Choir,
Leitung: Hans Michael Beuerle

Philharmonisches Orchester Lemberg; Ltg.: H. M. Beu(Widmer, Korber, Beuerle)
1996

1991

Lviv/ Lemberg, 2 Konzerte in der Philharmonie, Johannes
Brahms: ,Ein deutsches Requiem”

Trembita-Chor, Philharmonischen Orchester Lviv, Freiburger Bachchor, Ltg.: H. M. Beuerle
1992

Guildford, Johannes Brahms: ,Ein deutsches Requiem”

Guildford Philharmonic Choir u. Freiburger Bachchor,
Ltg.: H. M. Beuerle

Guildford Philharmonic Choir, Freiburger Bachchor,
Ltg.: H. M. Beuerle

Besuch v. M. Hashimoto u. Mitgliedern seines Mat-

suyama Bachchores zum 71. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft (Kiinstlerischer Leiter: H. M. Beuerle).
1997

Freiburg, ). S. Bach: Johannespassion

Mitglieder des Bachchores Matsuyama, Freiburger Bach-

1993

Lemberg, Georg Friedrich Handel: ,Messias”

Trembita-Chor, Kammerorchester der Philharmonie
Lemberg, Ltg.: H. M. Beuerle
Begleitend: Lyssenko-Konservatorium,

Guildford, Antonin Dvorak :,Stabat mater”

Meisterkurse

(Hampe, Schiml, Baldin, Bastlein, Beuerle)
Freiburg, Benjamin Britten: ,War Requiem”

Guildford Philharmonic Choir u. Freiburger Bachchor,
Ltg.: Neville Creed

chor, Ltg.: H. M. Beuerle

Lemberg, Festival ,Kontraste”: Schonberg, Zimmermann,
Holliger, Rihm; Anton-Webern-Chor Freiburg, Ltg.: H. M.

Beuerle.

Begleitend: Workshops und Meisterkurse

(Greiss, Korber, Beuerle)
1998

Matsuyama u. Owajima, J. S. Bach: Johannespassion

Bachchor Matsuyama, Mitgl. des Freiburger Bachchores,

1994

Ltg.: H. M. Beuerle

Ltg.: H. M. Beuerle. Begleitend: Lyssenko-Konservato-

Freiburg, Georg Friedrich Handel: ,Israel in Egypt”.
Guildford Philharmonic Choir, Freiburger Bachchor, Ltg.:

Lemberg Philharmonie: Joh. Seb. Bach: Messe in h-Moll
Trembita-Chor u. Kammerorchester der Philharmonie,
rium, Meisterkurse (T. Plog, K. Widmer, H. M. Beuerle)
38

Jeremy Backhouse

1999

2004

Lemberg, Philharmonie u.
,Goethe-Vertonungen

Ivano Frankivsk, Theater,

der Romantik”

Freiburg, Johannes Brahms: ,Ein deutsches Requiem”

(Mendelssohn,

Mitglieder Bachchor u. Bachorchester Matsuyama; Frei-

Brahms, Schumann). Kammerchor Gloria Lemberg, Frei-

burger Bachchor und Bachorchester, Ltg.: H. M. Beuerle

burger Bachchor, Sinfonieorchester der Philharmonie
Lemberg, Ltg.: H. M. Beuerle

2005

Lorrach u. Freiburg, ). S. Bach: h-Moll-Messe

Guildford Philharmonic Choir, Freiburger Bachchor, Ltg.:

Mitgl. des Bachchores Matsuyama, Freiburger Bachchor,

H. M. Beuerle

Freiburger, Giuseppe Verdi: ,Messa da Requiem”

Ltg.: H. M. Beuerle
2007

2000

Matsuyama, Johann Sebastian Bach: ,Matthduspassion®;

Guildford, Johann Sebastian Bach: Matthaus-Passion

Begleitend Workshop (Beuerle)

Guildford Philharmonic Choir, Freiburger Bachchor,

Bachchor Matsuyama, Freiburger Bachchor, Ltg.: H. M.

Ltg.: Jeremy Backhouse

Beuerle

Freiburg, . Haydn: ,Schépfung” u. B. A. Zimmermann:

Freiburg, Ludwig van Beethoven: Coriolan-Ouvertiire,

,Ekklesiastische Aktion”. Gloria Chor Lemberg, Freibur-

Chorfantasie, 9. Symphonie. Freiburger Bachchor zus.

ger Bachchor, Ltg.: H. M. Beuerle

mit 124 Sanger/innen aus allen 9 Partnerstadten Freiburgs

(Besancon, Granada, Guildford, Innsbruck, Isfahan,
Freiburg, F. Mendelssohn Bartholdy: ,Elias”

Lemberg/Lviv, Madison, Matsuyama, Padua) sowie aus

Bachchor Matsuyama, Freiburger Bachchor,

Colmar; Freiburger Bachorchester, Ltg.: H. M. Beuerle

Ltg.: H. M. Beuerle
2008

Lemberg, ,Kontraste” Festival: Gastdirigat Beuerles beim

Einladung des Guildford Philharmonic Choir an den

Philharmonischen Orchester Lemberg (Schubert und

Freiburger

Mahler) sowie Meisterkurs (Beuerle)

quiem” von Giuseppe Verdi.

Bachchor,

gemeinsame Auffiihrung

,Re-

2002

Matsuyama und Friedenskirche Hiroshima, J. S. Bach:
h-Moll-Messe

Bachchor Matsuyama, Freiburger Bachchor, Ltg.: H. M.
Beuerle

Mit dem , Chorale de la Cathédrale de Colmar” verbin-

Freiburg, Antonin Dvofak: Requiem

det den Freiburger Bachchor seit 1994 eine Freundschatft,

Guildford Philharmonic Choir, Freiburger Bachchor,

die zu acht gemeinsamen Konzerten und zu weiteren

Ltg.: H. M. Beuerle

Austauschkonzerten gefiihrt hat.

39

Hans Michael Beuerle
wurde in Berlin geboren. Er studierte an der Musikhochschule Frankfurt

(zundchst Schulmusik, dann Violine und Dirigieren) und an der Frankfurter
Universitat (Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie). Mit einer Dissertation Uber die A-cappella-Kompositionen von Johannes Brahms promovierte er bei Ludwig Finscher. Von 1971 bis 72 hatte Beuerle die kiinstlerische

Leitung des Knabenchores Laubacher Kantorei. 1973 erhielt er einen Lehrauftrag flir Chordirigieren an der Musikhochschule Trossingen, 1977 folgte er einem Ruf auf eine Professur an die Musikhochschule Karlsruhe. Seit 1980 ist
Beuerle Professor flir Chor- und Orchesterleitung an der Musikhochschule Frei-

burg. 1983 wurde er zum kiinstlerischen Leiter des Freiburger Bachchores und
des Freiburger Bachorchesters berufen.
Im Jahre 1966 begann Hans Michael Beuerle mit dem Aufbau und der Leitung

des Kammerchores Frankfurt, der 1991 seinen Sitz nach Freiburg verlegte und
seither unter dem Namen Anton-Webern-Chor Freiburg arbeitet.
Mit seinen Ensembles entstanden Funk-, LP- und CD-Aufnahmen. Gastspielreisen, Gastdirigate und Meisterkurse flihrten Beuerle in die meisten Lander
Europas, nach Japan und in die USA.
Im Jahr 2005 versah Hans Michael Beuerle eine Gastprofessur fiir Dirigieren in
New York.

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Freiburger Bachorchester
Das Freiburger Bachorchester ist stindiger Partner des Freiburger Bachchores, hat aber auch immer
wieder
reine Orchesterwerke erarbeitet. Hans Michael Beuerle hat in diesem Ensemble, das sowohl
in
Kammerorchester- als auch in sinfonischer Besetzung spielt, einige seiner Hochschulkollegen
mit deren
Meisterschiilern und dazu Mitglieder der umliegenden Orchester versammelt. Gemeinsam
ist den
Mitgliedern des Bachorchesters das Interesse an ausgiebiger gemeinsamer Probenarbeit sowie
die
Aufgeschlossenheit fiir interpretatorische Fragen und fiir Aspekte der Historischen Aufflihrungspraxis.
In der
Regel spielt das Orchester auf modernen Instrumenten. Man trifft sich projektweise, die Besetzung
ist jedoch
weit kontinuierlicher als in den meisten ad-hoc-Ensembles.
VIOLINE 1

VIOLA

Bernhard Forck (D)

Ladislaus Cristian Andris (RO)

Renate Greiss-Armin (D)

Anne-Francoise Guezingar (F)

Mathias Allin (D)

Kim Leonore Heilmann (D)

Anne Schinz (D)

Zdravka Schneider (BG)
Ben Shute (USA)

Julia Simon (D)
Joanna El Tahwy (PL)

Benjamin Herre (D)

Zsuzsanna Nagy (HU)

PICCOLOFLOTE

Karoline Wehse (D)

Young-Zoo Ko (ROK)

Sebastian Wohlfarth (D)
Verena Wiirtele (D)

Emi Takahashi (J/HOK)
Aysen Ulucan (TR)

FLOTE

OBOE

Petar Hristov (BG)
VIOLONCELLO

Mayu Wakaki (J)

Dmitri Dichtiar (RUS)
VIOLINE 2

Ulrike Winkler (D)

Lusine Arakelyan (ARM)

KLARINETTE

Annekatrin Beller (D)

Peter Bonk (D)

Sebastian Lastein (D)

Wang Peng (CN)

Mona Gansczyk(D)

Stefan Schandelmaier (D)

Ursula Plum (D)

Nina Huba (D)

Elisabeth Neumann(D)

Laura Tavernier (F)

FAGOTT

Gunter Pfitzenmaier (D)

Myvanwy Penny (D)

KONTRABASS

Georg Riedmann (D)

Feng Xiaoyin (CN)

Christin Uhlemann (D)

Matteo Gaspari (1)

KONTRAFAGOTT

Fran Petrac (HR)

Susanne Keck (D)

Thierry Roggen (CH)

Yi-Ting Huang (RC)

41

TROMPETE

Victoria Tafferner (ZA)

PAUKE

Sarah Slater (AUS)

Thomas Baumgartel (D)

Alexander Schroder (D)

-—

Simone Gruppe (D)
POSAUNE

SCHLAGZEUG

HORN

Sebastian Stricker (D)

Tilman Collmer (D)

Regina Krause (D)

Jure Smej (SLO)

Johannes Knopp (D)

Frank Bechtel (D)

Urban Turjak (SLO)

Thomas Welsch (D)

ARM — Armenien - AUS — Australien - BG — Bulgarien - CH — Schweiz - CN — China - D — Deutschland -

F — Frankreich - HOK — Hongkong - HR — Kroatien - HU — Ungarn - | — Italien - J — Japan - PL Polen RC —Taiwan - RO — Rumanien - ROK - Stidkorea - RUS — Russland - SLO — Slowenien - TR — Turkei - USA —

Vereinigte Staaten von Amerika - ZA — Stdafrika

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42

_

!

Der Freiburger Bachchor wurde im Wintersemester 1943/44 als Studentenchor an der Universitit
Freiburg
von Theodor Egel gegriindet. Nach intensiver Semesterarbeit sang der Chor am 5. Mérz 1944 im
Freiburger
Miinster Johann Sebastian Bachs Matthauspassion. 39 Jahre spiter dirigierte Theodor Egel zum
letzten Mal
am gleichen Ort dasselbe Werk. Zwischen diesen beiden Auffiihrungen liegt eine iberaus reiche, inzwischen
schon fast legenddre Geschichte musikalischer Arbeit und kiinstlerischen Erfolges. Der Freiburger Bachchor
wurde nicht nur zu einer pragenden Institution des Kulturlebens seiner Heimatstadt und der umliegenden
Region, er erregte auch grolBes Aufsehen bei zahlreichen Konzerten im europaischen Ausland und
in den USA.
1983 Ubergab Theodor Egel die Leitung des Freiburger Bachchores an Hans Michael Beuerle. Die vielen Konzerte, die der Chor seitdem in der Region und im Ausland (Schweiz, Frankreich, Italien, GroRbritannien,
Ukraine, Japan) gab, zeigen, dass es Beuerle gelungen ist, die anspruchsvolle Tradition dieses Ensembles
weiterzuftihren.
Das von Hans Michael Beuerle mit dem Freiburger Bachchor inzwischen erarbeitete Repertoire
umfasst einen Grolsteil der bedeutenden oratorischen Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts: Bachs Passionen,
das
+Weihnachtsoratorium” sowie die ,h-Moll-Messe”, Hindels ,Messiah und sIsrael in Egypt”,
C. Ph. E.

Bachs ,Magnificat”, Haydns ,Schopfung” und ,Jahreszeiten” (CD-Einspielung), Mozarts ,Requiem”
und

seine ,Missa in c-Moll“, Beethovens ,Missa Solemnis”, Schuberts Messen in As-Dur und Es-Dur,

Schumanns
,Faustszenen” und sein ,Requiem fiir Mignon“ (CD-Einspielung), Bruckners groRe Messen
in d-Moll und

f-Moll, Verdis ,Messa da Requiem”, Brahms ,Ein deutsches Requiem” (CD-Einspielung), ,Schicksalsli

ed”,

,Nanie” und ,Altrhapsodie” (CD-Einspielung), Dvordks ,Stabat mater” und ,Requiem”,
Schonbergs
+Moderner Psalm” op. 50c, Strawinskys ,Psalmensinfonie”, Brittens ,War Requiem”, Bengt Hambraeus’
»~Apocalipsis cum figuris secundum Diirer”, Pendereckis ,Dies irae” und Wolfgang Rihms
Oratorium

,maximum est unum*” (Urauffihrung).

Der Heinrich-Schiitz-Chor Besancon hat sich im Dezember 1985 um Jean Mislin vereint. Der Chor verdankt
dem groflen Komponisten Heinrich Schiitz, dessen 400. Geburtstag im Griindungsjahr des Chores gefeiert
wurde, und dem er Ehre erweisen wollte, seinen Namen. Zum Repertoire gehoren Werke von der Renais-

sance bis zur Gegenwart. Die Mitgliederzahl (etwa 60 Sanger) erlaubt sowohl A-capella-Auftritte als auch
Auffiihrungen mit Solisten und Orchester. Innerhalb von 20 Jahren hat der Chor 130 Konzerte in Frankreich
und im Ausland gegeben. Aufgefiihrt wurden groRe Werke fiir Solisten, Chor und Orchester wie Stabat Mater (Scarlatti, Schubert, Penderecki), Requiem (Duruflé), Gloria (Poulenc), Dixit Dominus, Laudate pueri, Der
Messias (Handel), Kronungsmesse, Vesperae solemnes de confessore, Requiem, Messe in c-Moll (Mozart),

Die Schopfung (Haydn), Magnificat, Weihnachtsoratorium (Schiitz), Te Deum (Petr Eben), Kénig David
(Honegger), Messe du Christ-Roi (Christian Villeneuve), Requiem (Verdi).

Der Chorale de la Cathedrale de Colmar (Elsass) ist ein gemischter Kirchenchor, der seit 1954 unter der
Leitung von André Roth steht. Der Chor hat sich die Férderung und Weitergabe des geistlichen Musikgutes
vom Gregorianischen Gesang bis zu polyphonen Meisterwerken zur Aufgabe gemacht. Die Tatigkeit im

Dienste der Kirche mit liturgischen Feiern wird erweitert durch Konzerte zur kulturellen Bereicherung der

Stadt und ihrer Region. Schon 1959 wurden gemeinsame Konzerte mit einem Chor der evangelischen Kirche aufgefiihrt, ein Beitrag zur 6kumenischen Bewegung. Herr Roth hat seit 1974 eine enge grenziiberschreitende kulturelle Briicke nach Deutschland geschlagen. Mit dem Freiburger Domchor wird seither gemeinsam musiziert und die etwas jlingere, freundschaftliche Zusammenarbeit seit 1990 mit dem Freiburger

Bachchor hat die Verbindung wesentlich vertieft.
Der Chor Orfeén de Granada wurde 2002 mit dem Ziel gegriindet, eine Stimmgruppe zu bilden, die sich

durch die Liebe zur Musik auszeichnet und die zur Vielfalt der granadischen Chére beitragt mit dem Anspruch, einerseits Erbe einer Qualitatstradition zu sein und andererseits kulturellen Austausch mit anderen

spanischen Chéren zu betreiben. Der erste Dirigent war Angel Lépez Carrefio.
Die stabile Anzahl von Sdngern, die zwar alle Amateure sind, jedoch mit groRer Chorerfahrung und viel
Freude eine grolRartige Arbeit leisten, hat es erméglicht, groRe Werke wie das Requiem und die Kronungsmesse von Mozart, Carmina Burana von Orff und das Te Deum von Charpentier mit hervorragendem Echo

sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum zur Auffihrung zu bringen. Auerdem hat Orfeén in den letzten Jahren bei den Auffiihrungen des Messias von Handel im Auditorium Manuel de Falla mitgewirkt, die von

der Stiftung La Caixa, einer katalanischen Bank, organisiert werden. Diese finden jeweils im Dezember
zusammen mit dem ,Orquestra Ciudad de Granada’ (OCG) statt und wurden schon von Christoph Spering,
J. J. Kantorow und anderen Dirigenten geleitet.

44

Die Hauptphilosophie von Orfeén ist es, sich mit grofen Werken mit Orchesterbegleitung zu beschiftigen,
doch wird das Repertoire auch durch A-capella-Stiicke und Werke mit Klavier- oder Orgelbegleitung,
speziell aus der Romantik (Mendelssohn, Brahms, etc) erganzt.
Im Mai 2006 prasentierte Orfedn ein lyrisches Programm an der Seite der umjubelten, granadinisch
en
Sopranistin Mariola Cantarero und machte einen erfolgreichen Ausflug in das Gebiet der Oper und Zarzuela.
Dieses Programm wurde als CD produziert.

Der Vivace Chorus Guildford ist Nachfolger des Guidford Philharmonic Choir. Dieser wurde 1947 gegrindet, um das grofe klassische Chorrepertoire zusammen mit dem Guildford Philharmonic Orchestra zur

Auffiihrung zu bringen. Seither hat sich der Chor einen Namen unter den besten Chéren des Vereinigten
Konigreichs gemacht. Sein Leiter ist Jeremy Backhouse.

Der Universitiatschor Innsbruck bietet Lehrenden und Studierenden an der Leopold-Franzens-Universitat
Innsbruck die Mdglichkeit, im Rahmen von freien Lehrveranstaltungen ihre stimmlichen Qualititen im
Chorgesang einzusetzen. Er besteht aus einem Aufbauchor, einem Konzertchor und einem Vokalensemble.

Seit seiner Griindung im Jahr 1995 kann er auf eine Reihe erfolgreicher Auffiihrungen zuriickblicken. A-cappella-Konzerte und oratorische Projekte fiihrten den Chor schon mehrfach in die &sterreichischen
Bundeslander und nach lItalien, Deutschland, Polen, Tschechien und Griechenland. Zum oratorischen Repertoire
gehoren u. a. Bernstein (Chichester Psalms), Bruckner (Te Deum), Mendelssohn (2. Sinfonie ,Lobgesang”),
Orff (Carmina Burana), Beethoven (Neunte Symphonie) und Schumann (Das Paradies und die Peri). Inter-

nationale Partnerschaften bestehen mit den Universititen Johannesburg/Siidafrika, Pisa und Bologna

sowie

der Europachorakademie mit Sitz in Mainz. Es besteht eine intensive Bindung an die Universitat Innsbruck
und das Universitdtsorchester Collegium Musicum. Die Umrahmung von Festakten, Sponsionen, Promotio-

nen und Gottesdiensten runden das Studienjahr ab. Der Chor kann die Ersteinspielung der ,Messe aux
Cathédrales” von Charles Gounod auf CD und weitere Tontriger vorweisen. Beim Wertungssingen 2004 in
Innsbruck konnte er einen 1. Preis sowie beim ,Internationalen Festival Akademischer Chére IFAS 2006 in

Pardubice/Tschechien einen 2. und zwei 3. Preise erringen und war 6sterreichischer Vertreter beim internationalen Festival ,Universitas Cantat” in Poznan/Polen. Leiter des Ensembles ist Georg Weils.
Der iranische Nouri Chor wurde 2000 als Privatchor gegriindet. Er besteht aus etwa 120 Sangerinnen
und
Sangern. Die meisten seiner Mitglieder sind Liebhaber klassischer Musik im Alter zwischen 14 und 60 Jah-

ren und betreiben Chormusik als Hobby. Der Name des Chores ,Nouri“ — das bedeutet ,scheinen”
— leitet
sich von Mohammad Nouri, einem der bekanntesten iranischen Interpreten populdrer Musik, ab. Viele der

Chormitglieder haben bei ihm studiert. Jedes Jahr werden drei bis vier Konzerte mit klassischer europdischer
45

Musik aufgefiihrt, zuletzt die Requien von Fauré und Mozart. Dariiber hinaus gibt das Ensemble jihrlich etwa
fiinf kleinere Konzerte meist mit Klavierbegleitung (Bach, Mozart, Verdi), bei denen klassische Stiicke und

Folklore im klassischen Stil geboten werden. Das Konzert mit dem Freiburger Bachchor und den Chorsangern aus dessen Partnerstadten ist die erste Zusammenarbeit mit einem ausldndischen Chor. Die vier angereisten Sanger leben und arbeiten jetzt in Teheran, sie stammen aus Isfahan.
Der Kammerchor Gloria aus Lviv/Lemberg existiert seit 20 Jahren. Von Beginn an hat er kreative Menschen

versammelt, um gemeinsame musische Vorlieben zu teilen. Das kiinstlerische Credo des Chors ist es, krea-

tiv nach dem Auffiihrungsideal zu suchen und dies mit Enthusiasmus zu einer gemeinsamen Sache von Chorleiter und Sangern zu machen. Der Chor fihrt traditionelle Kirchenmusik sowohl der West- als auch der
Ostukraine auf und tritt immer wieder als Pionier in diesem Bereich auf. Meisterhafte Auffiihrungen des

Chors haben weltweit Anerkennung gefunden. Das Vokalensemble hat Preise bei internationalen Wettbewerben in Athen, Tours, Riva del Garda und Arezzo gewonnen und war Teilnehmer bei internationalen
Festivals in der Ukraine, in Polen, Mazedonien, Frankreich, Finnland und Deutschland. Seit 1999 wird der

Chor von Volodymiyr Syvokhip geleitet (Chormeister ist Taras Hrudovy). Im Jahre 2003 wurden dem Chor
und seinem Leiter der nationale Lysenko-Preis und im Jahre 2005 der regionale Luyudkevych-Preis fiir bedeutende Leistungen im Bereich der ukrainischen Musikkultur sowie zahlreiche weitere Ehrungen verliehen.
Die Choral Union aus Madison (Wisconsin/USA) ist ein traditionsreicher Klangkorper von 180 Sangern der
Universitdt Wisconsin/Madison und der Stadt Madison. Der Chor wurde 1893 gegriindet und gab am
18. Mai 1894 sein erstes Konzert.

Der Madison Symphony Chorus besteht aus 125 Laienmusikern aus allen Bereichen des Lebens, die es ge-

nielben, zusammen Musik zu machen. Er wurde 1927 gegriindet und gab sein erstes Konzert am 23. Februar
1928. Er konzertiert seither regelmafBig mit dem Madison Symphonie Orchestra.

Beide

Chore werden

geleitet von

Beverly Taylor,

Direktorin

der Chormusik an

der

Universitit

Wisconsin/Madison und Assistent Conductor des Madison Symphonie Orchestra.
Der Bachchor Matsuyama wurde 1978 von Masayuki Hashimoto gegriindet. Das Repertoire des Ensembles

besteht hauptsdchlich aus Kantaten, Motetten, Messen und Oratorien Johann Sebastian Bachs, welche in Originalbesetzung und in deutscher Sprache aufgefiihrt werden. Ziel des Chores ist, die Musik Johann Sebastian
Bachs in der Stadt Matsuyama, in Ehime und Shikoku bekannt zu machen. Dabei arbeitete der Chor von An-

fang an mit Orchester, Solisten und Tasteninstrumenten, was in einer mittelgroen japanischen Stadt nicht
immer leicht zu verwirklichen ist. Neben seinen reguldren Konzerten gibt der Bachchor Matsuyama auch
46

hdufig Benefizkonzerte. Die zahlreichen Konzerte des Chores

seine Heimatstadt Matsuyama hinaus Aufmerksamkeit. Seit

und deren Erfolge erregten auch weit iiber

Begriindung der Stidtepartnerschaft zwischen

Freiburg und Matsuyama ist ein weiterer Schwerpunkt der Chorarbe

Bachchor. Gemeinsam mit dem Freiburger Bachchor wurden

zerte sowohl in Freiburg als auch in Matsuyama mit groRem

it der Austausch mit dem Freiburger

1995, 1998, 2000, 2002, 2004 und 2007 KonErfolg aufgefiihrt.

Der Chor des Pollini Konservatoriums aus Padua besteht
aus Studenten und Lehrern der Studiengdnge
Gesang, Klavier, Komposition, Chormusik und Chorleitung
und représentiert damit die besten Vertreter des
Instituts, das eine fast hundertjahrige Tradition aufweist und
derzeit von 600 Studenten besucht wird. Seine
Leiterin ist Marina Malavasi.

Dieses Partnerschafts-Projekt konnte nur mit Hilfe zahlreicher

Der Freiburger Bachchor bedankt sich bei den Gastgebern,

sehr herzlich:

Unterstiitzer realisiert werden.

Spendern, Sponsoren und Helfern

Deutsche Bank Freiburg, Stadt Freiburg, Badischer Winzerk
eller Breisach, Christel Bosse, Gabriele
Brandis, Andreas Braun, Weingut Brugger, Herbert Burmeist
er, Ulrich von Burski, Stadt Colmar, Fam.
Creutzberg, Bettina Dietz, Holzwerke Dold (Buchenbach),
Heiner Eisinger, Gabriele Epplen, Ulrike
Erber-Bader, Hannelore Faller, Peter Fischer, Ulrike Forster, Helmut
Frenzen, Sabine Frigge, Birbel
Fritzsche, Heide u. Bernd Gabriel, Nikolaus von Gayling-Westph
al, Klara Gebhard, Erika Geiger, Fam.
Generlich, Gudrun Gerlach, Helga Giesinger, Fam. Grafingh
olt, Cornelia Grisebach, Sigrid u. Wolfgang
Gronarz, Andreas Griinwald, Fam. Gugel, Stefanie Hartman
n, Hedi und Jorg Heidegger, Barbara Hess,
Franz Hog, Angelika Hopt, Jiirgen Huss, Christa u. Siegfrie
d Kabul, Barbara Kass, Renate Katsaros, Dorte
Knall, Inge Knipper, Fam. Kohler, Mechthild Kwella, llse Lange,
Fam. Lehr, Heinrich Liedtke, Backerei
Lienhart (Freiburg), Inge von der Lieth, Utta Link, Charlotte
Linke, Me Jean Lorentz (Prdsident Schongauer
Gesellschaft Colmar), Gisela u. Georg Mengdehl, Mercedes
Benz Niederlassung Freiburg, Frau Merkle,
Fam. Moser, Gerhard Oesten, Gunhild und Uwe Porksen, Christia
ne Pohl, Klaus-Jiirgen Raimann, Frau
Rath, Dorothe Reich, Daniela Riches, Renate u. Peter Ries,
André Roth, Fam. Ruppenthal von Radetzky,
Sdnger Bauunternehmung (Freiburg-Ebnet), Frau Salvamo
ser, Gudrun Salle, SchloBkonzerte Bad
Krozingen, Gisela Schmid-Bischel, Annaliese SchmidKaufhold, Gabriele Schneider, Fam. von
Schwarzenfeld Sabine Steffan, Sportverein Ebnet, Betten Striebel
(Freiburg), Dagmar Thalmann, Chikako
Todaka, Werner Voss, Fam. Wermelskirchen, Frau Wettling
, Chris Wiegand, Angelika Wieland sowie
zahlreiche ungenannte Spender.

47

Der Chor dieses Partnerschaftskonzerts
SOPRAN

Nataliya Konchak (UA)

Franziska Pohl (D)

Julia Aichner (A)

Juana Kosiol (A)

Eva Kathrin Pollmann (D)

Erica Zulikha Benato (1)

Maria Kovacs-Klasle (D)

Luisa Fernanda Sanchez Polo (E)

Gabriele Bippus (A)

Doris Kuen (A)

Christiane Riedmann (D)

Mary Broughton(GB)

llse Lange (D)

Gudrun SalRe (D)

Mariem Carrascosa Cabrera (E)

Lena Lange (D)

Ursula Scheiber (A)

Christine Lauck-Bauer (D)

Juliane Schenck (D)

Redondo Maria de los Angeles
Casada (E)

Jean-Louis Louzy (F)

Ute Viane Schulte (D)

Alice Covolo (1)

Alexandra Lubniewski (USA)

Julie C. Sinistore (USA)

Kathrin Dollinger (D)

Marina Malavasi(l)

Susanne Steinhduser (D)

Myriam Egel (D)

Mari-Madeleine Mania (D)

Annie Liliane Tavakilian (F)

Christel Ehretsmann (F)

Susanne Markert (D)

Beverly Taylor (USA)

Christina Erger (D)

Regina von Maydell (D)

Chikako Todaka (D)

Eva-Maria Faller (D)

Patricia Marin Yanguas (E)

Darcie Walston (USA)

Ulrike Fasol (D)

Marie-Andrée Martin(F)

Bettina Weil3 (D)

Sabine Zahringer (D)

Friederik Frank (D)

Karen Matteoni(USA)

Erika Geiger (D)

Noemi Medina Palma (E)

Helga Giesinger (D)

Anne-Catherine Meinrad (F)

ALT

Susanna Gundermann (D)

Beate Mengdehl (D)

Eliane Bachschmidt (F)

Rena Hadjy-Cheykh (D)

Chantal Meyer (F)

Iris Bechtold (D)

Margaret Harrigan (USA)

Margrit Modersheim (D)

Jutta Beier (D)

Verena Haug (D)

Maria Pia Molinari (I)

Dianella Bisello(l)

Dimka Herms (D)

Sanchez Mercedes Monteoliva (E)

Susanne Brenner (D)

Rosemarie Heinrich (F)

Susan Munita Melo (E)

Fatima Cobo Pulido (E)

Susanne Jena (D)

Barbara Mutke (D)

Odile Dauger (F)

Ragini Joshi (D)

Lea Nirk (D)

Mariko Doi (J)

Christina Kaiser (D)

Noemi Noval Martinez (E)

Elisabeth Donois (F)

Helga Kaiser (D)

Chantal Olry (F)

Hanna Ebert (D)

Lyudmyla Kapustina (UA)

Laura Pizzol (I)

Val Edwards (GB)

Olena Kapustina (UA)

Anne A. Riddle (USA)

Anna Fliigge (D)

Gertrud Keil (D)

Eva Maria Sanchez Cuadros (E)

Sabine Frigge (D)

48

Alida Fritsch (F)

Mercedes Sanchez Fernandez (E)

Andreas Kautzsch (D)

Dagmar Sartorius (D)

Christa Hans (D)

Johannes Kemter (D)

Beate Schmidt (D)

Marie-Anne Hartmann (F)

Ty Kroll (USA)

Brigitte Schneider (D)

Stefanie Hartmann (D)

Joseph Kueny (F)

Mechthild Scholl (D)

Friederike Herrmann (D)

David Leiva Alonso (E)

Sumiko Shimizu ()

Jose Antonio Lopez Segura

(E)

Kathrin Gehrmann (D)

Hanna Hesse (D)

Kimiko Takahashi ())

Monique Helfer (F)

Renate Thiart-Wulf (D)

Barbara Hess (USA)

Hilary Trigg (GB)

Regina Holzbrink (D)

Esmaeil Mirzaei (IR)

Iryna Vavrenchuk (UA)

David Null (USA)

Alberto Olalla Carrerras (E)

Philippe Mathis (F)

Dorte Knall (D)

Annegret Verbeek (D)

Inge Knipper (D)

Naomi Wada (J)

Regina Kohler (D)

Rafael Palma Moyano (E)

Charlotte Waibel (D)

Christian Philipp (D)

Christine Kom (D)

Chen Szu Wen (1)

Christina-Maria Kraft (A)

Jean-Pierre Petit (F)

Peggy Wireman (USA)

Sabine Laimbdck (A)

Georg Pitterle (A)

Gisela Wohlfarth (D)

Utta Link (D)

Luigi Rumi (1)

Angelika Wolfing (D)

Julia Marmon (D)

Pierre Sager (D)

Dorothea Wiilfrath (D)

Gonzalez Encarnacion Moreno (E)

Johannes Seul (D)
Jonas Schupp (D)

Irmgard Moser (D)

TENOR

Yuliya Mykhaylova (UA)

Henry Springfield (A)

Wolfgang Berweck (D)

Jutta Ohnemus (D)

John Trigg (GB)

William E. Bremmer (USA)

Shimizo Otsuki (J)

Werner Voss (D)

Lucien Conroy (F)

Rémi Vuillemenot (F)

Odile Paule (F)

Urban Eichkorn (D)

Anneli Petrak (D)

Friedrich Wendeburg (F)

Glnter Fritz (D)

Olekandr Yakubov (UA)

Elena Picccolo (1)

Klaus Graner (D)

Anne Pierron (F)

Volodymyr Hadzalo (UA)

Beate Pikolin (D)

BAss

Manuel Hernandez Cruz (E)

Jamie Puffer (USA)

Michael Albrecht (D)

Michael Jeffries (GB)

Dorothe Reich (D)

Freimut Bahmann (D)

David Jonsson (A)

Milagros Saavedra Lépez (E)

Werner Bauer (D)

Rolf Kaiser (D)

Joachim Baumann (D)
49

Christian Blome (D)

Jochen Holzbrink (D)

Matthias Pflumm (D)

Federico Bordin (1)

Taras Hrudovyy (UA)

Helmut Plett (1)

Andreas Braunig (D)

Josef Huber (D)

Eugene Probst (F)

Juan Antonio Bravo Aranda (E)

Georg Kleine (D)

Stefano Ragusini (1)

NicolasBueno Antequerra (E)

Ramin Khalaj (IR)

Christoph Reith (D)

Guido Buissemeier (D)

lhor Kohut (UA)

Jose Angel Reyes Marin (E)

Jean-Luc Clairet (F)

Martin Kollner (D)

Antonio Manuel Rivas

Mohammad Hassan Ezzat

Saddeh (IR)

Alfred Kiinschner (D)

Fernandez (E)

Jorg Kiinstle (D)

Dieter Ruf (D)

Peter Fischer (D)

Balthasar Larisch (D)

Martin Scaal (D)

Francois Fleurot (F)

Jose Emilio Lopez Alvarez (E)

Frederik Schneeweil (E)

Jaime Frey (USA)

Hans Peter Mania (D)

Manuel Seeger (D)

Jose Ramon Gallardo Ruiz (E)

Manuel Marin Roman (E)

Poujan Shadmani (IR)

Vladylav Gavronskyi (UA)

Christoph Markle (D)

Vasyl Skalish (UA)

Wolfgang Gronarz (D)

Ruben Martinez Garcia (E)

David J. Susan (USA)

Andreas Griinwald (D)

Martin Mayrl (A)

Stefano Torchio (1)

Michel Guilllot (F)

Antonio Jesus Molina Henares (E)

Albrecht Verbeek (D)
Klaus-Hinrich Voss (D)

Genevieve Guissard (F)

André Offerlé (F)

Oliver Hartl (D)

Armin Opitz (D)

Roger Vuillez (F)

Gerald Hessenberger (A)

Roger Pettersen (USA)

Georg Weils (A)

Miguel Hild (E)

Christoph Pfeifer (A)

Christian Wiestner (A)

Peter Hohlbrugger (A)
Besancon und Colmar - F - Granada — E - Guildford — GB - Innsbruck — A - Isfahan — IR - Lviv/Lemberg — UA -

Madison — USA - Matsuyama — J - Padua — |

50

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Johann Sebastian Bach
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Samstag, 20. Dezember 2008, 19 Uhr,

Konzerthaus Freiburg

Georg Friedrich Handel
Messiah

Die Abbildungen in

diesem Programmheft
5> 3

4
S.

L. v. Beethoven. Bleistiftzeichnung
von August von Kloeber (1818).
L. v. Beethoven mit der Partitur der

,Missa solemnis“. Olportrét von

Joseph Karl Stieler (1820).
Ouverttlre (c-Moll) zu Heinrich
Joseph von Collins Trauerspiel
,Coriolan” op. 62. Erstdruck der

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von Beethovens 9. Symphonie

Symphonie Nr. 9 (d-Moll) op. 125.
Titelseite zur Original-Ausgabe der

& paymieonnere!

info@e-stather.de

= Service

Inhalt

52

Grullworte

1

Programm

5

Einfihrungstext

8

Zum Chor dieses Konzertes

17

Rezeption 9. Symphonie

19

Symphonie Nr. 9 (d-Moll) op. 125,
Erstdruck Sopran-Stimme (1826).
Symphonie Nr. 9 (d-Moll) op. 125,
nachtragliche Posaunenstimmen
zum 2. und 4. Satz, Autograph mit
einigen Anweisungen fiir den

Chorfantasie (Text)

25

Ode ,An die Freude”

26

Solisten

29

Chronik der Partnerschafts-Projekte

38

Dirigent

40

Kopisten.

Orchester

41

Chore

43

Unterstiitzer, Spender und Sponsoren

47

Konzertvorschau

54

Partitur (1826).

S. 24

So,a,an?agen

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Fax 0761/7 8651

(1824).

Stimmen (1812).

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Stimmen (1807).

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(c-Moll) op. 80. Erstdruck der

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Christian Hornemann (1802).

GERBAU7-908FREIBUG-TLON0761294-TELFAX07612943

Freiburger Bachchor-Gesellschaft e. V.
Wenn Sie bereit sind, die Arbeit des Freiburger Bachchors regelmélig zu férdern, sollten Sie Mitglied der Gesellschaft der
Freunde des Freiburger Bachchors werden. Als Mitglied werden Sie jeweils vor den offentlichen Ankiindigungen (ber unsere
Veranstaltungen informiert und erhalten die Moglichkeit, die Karten lhrer Wahl vor Beginn des &ffentlichen Vorverkaufs zu
bestellen.

Bitte senden Sie den folgenden Abschnitt (oder dessen Kopie) ausgefillt im Briefumschlag an:
Freiburger Bachchor-Gesellschaft e. V., Herrn Dr. Christoph Scholz, Postfach 467, 79004 Freiburg.

Beitrittserklarung
Hiermit erkldre ich meinen Beitritt zur Freiburger Bachchor-Gesellschaft e. V.
Name:

Vorname:

Anschrift:
Telefon:
Der jahrliche Mitgliedsbeitrag betragt € 30,Zahlung wird erbeten zu Beginn des Jahres auf das Konto der Freiburger Bachchor-Gesellschaft e. V.,

Konto-Nr.: 2 055 417, Sparkasse Freiburg (BLZ 680 501 01)
Abbuchung des Beitrags erwiinscht?
Freiburg, den

Unterschrift:

Q JA

O

NEIN

- Andreas Macco

“ Andreas Macco studierte Schulmusik in Stuttgart. Danach entschlof
er sich zu emém

Gesangsstudlum zundchst in Frankfurt, dann fiir vier Jahrein Wien. Hier fand er Aufnahme

in die Liedklasse von Walter Berry undin die Opernschule.

An den Opernhdusern in Bremerhaven, Hannover, Frankfurt und Bonn erarbeitete Macco sich

ein umfangreiches Repertoire. AuBerdem ist er immer wieder Gast bei F estspielenin

Salzburg, Bregenz, Ludwigsburg, Florenz, Wien und Luzern. Konzerte fiihrten ihn durch

Europa, nach Taiwan, Moskau, Kanada und Brasilien. Er arbeitete mit Dirigenten wie
Abbado, von Dohnanyi, Mehta, Cambreling, Sinopoli, Welser-Mést, Bertini, Fedosseyev,
Gielen, Inbal, Gelmetti und Regisseuren wie Stein, Freyer Flimm, Mussbach, Homoki,

Friedkin und Braunschweig zusammen.

Auf dem Konzertpodium ist er u. a. in den Passionen von Bach, den groBen Oratorien von

Haydn Héndel und Mendelssohn, den Requiemvertonungen von Mozart, Verdi und Dvorak,

in den Symphoniepartien von Mahler und Beethoven oderin Zimmermanns "Ecclesiastischer

Aktion" zu horen. Eine Vorliebe bilden Liederabende mit Werken von Schubert, Wolf, Ibert,

Schumann und Brahms.

Injlingerer Zeit sang er Crespelin Mailand, Don Giovanni in Bonn, Tierbindiger/Athlet-Lulu
in Athen, Minister/Fidelioin Neapel und Rheingold-Fafnerin Gent, Beethovens Missa

Solemnisin Rom und Schostakowitschs 14. Symphoniein Stuttgart. In diesem Jahr debiitierte
er als Hans Schwarz in der neuen Meistersinger-Produktion bei den Bayreuther Festspielen.