Skip to main content

Vivarchive media full view

Dvořák Requiem [2002-11-10]

Subject:
Dvorak: Requiem
Classification:
Sub-classification:
Sub-folder:
Location:
Year:
2002
Date:
November 10th, 2002
Text content:

Dvorak

Requiem
Rachel Harnisch, Sopran
Yvi Janicke, Alt

Christian Elsner, Tenor
Alfred Reiter, Bass
Freiburger Bachchor

Freiburger Bachorchester
Guildford Philharmonic Choir

Einstudierung: Jeremy Backhouse
Leitung: Hans Michael Beuerle

Sonntag

10. November 2002
19 Uhr
Konzerthaus Freiburg

Ein einfacher tschechischer Musikant ...
Zu Leben und Werk Antonin Dvordks

Als Antonin Dvordk 1891 sein ,Requiem” beim renommierten Musikfest in Birmingham urauffihrte,
war in England fir den Komponisten schon ein

durchschlagender Erfolg mit seinem 1877 komponierten und 1884 aufgefihrten ,Stabat mater” vor-

ausgegangen. Die Urauffihrung des ,Requiem” war

einer der groBen Héhepunkte in Dvoréks Leben, in
dem sich Erolg an Erfolg gereiht hatte. Genauer:
nachdem der junge Dvordak zundichst jahrelang als
Organist und Bratscher am Existenzminimum lebte
und nur fir die Schublade komponierte, schaffte er
1873, im Jahr seiner Heirat, mit dem Chorwerk
«Hymnus” den Durchbruch - er war 32 Jahre alt.
Ehrendoktorwiirden in Prag und Cambridge, eine
Kompositionsprofessur in New York — die er jedoch
aus Heimweh nach zweieinhalb Jahren wieder abbrach - sind nur einige GuBere Zeichen seiner zeit-

gendssischen Bedeutung. Als man 1904 in Prag zu
einem groBen Musikfest ristete, in dessen Mittelpunkt
Dvordks Werk stehen sollte, erlag der 63-jahrige einem Gehimschlag. Den Berichten nach sollen tber

10000 Menschen den Trauerzug gebildet haben.
Das ,Schaffensglick”, das Dvordak hatte — ohne das
Klischee des vor Einféllen Uberquellenden Genies
hier zu bemihen, denn Dvotdk hat viel und schmerzhaft gearbeitet — basierte einmal auf einer ganz naiven religiésen Kraft, die sich grundlegend von Anton

Bruckners Haltung einer geradezu mystischen Versenkung unterschied. Eine zweite Quelle in Dvordks
Schaffen war die Musik seines Volkes. Insbesondere
seine Liedkompositionen und Chére aus den Jahren
1870 bis 1880 weisen dies in hohem MaBe aus. Sie
belegen Dvotdks tiefes Versténdnis fir das Fihlen
des Volkes, fur das Lied als Ausdruckstriger be-

stimmter

|deengehalte. ,Gott, Liebe, Vaterland”,
meinte er einmal, ,und nur das fihrt einzig zu einem

glucklichen Ziel”. Ein andermal: ,Nichts darf fir den
Musiker zu niedrig und zu unbedeutend sein. Wenn
er durch die StraBen geht, muss er auf jeden pfeifenden Jungen, jeden StraBensdénger oder blinden
Leierkastenmann héren. Ich selbst bin oft so bezaubert von jenen Menschen, dass ich mich nur schwer
von ihnen losreiBen kann, weil ich jedes Mal ein
Bruchstick eines wiederkehrenden melodischen
Themas einfange oder zu héren glaube, das wie die
Stimme des Volkes klingt. Dies alles sollte man im
Geddchtnis behalten, und niemand diirfte sich zu erhaben vorkommen, solche Anregungen auszuwerten.” Und wie er selber seine Aufgabe und Funktion
als Komponist definierte, dafir gibt es ein schénes
Dokument: In einem Antwort- und Abwehrbrief an
einen Bewunderer - einen ,Fan” wirden wir heute
sagen — schrieb er: ,Ich bin ein einfacher tschechischer Musiker, der solche Ubertriebene Demitigung

nicht ganz liebt, und obwohl ich mich in der groBen
Welt der Musik zur Geniige bewegt habe, bleibe ich
doch, was ich war - ein einfacher tschechischer
Musikant ...”
Gleichzeitig jedoch gehérte das Prinzip der Erindung
des Neuen unverzichtbar zu seiner Asthetik: ,Nur der
ist ein echter Komponist, der etwas Originales schafft.”
So gibt es aus seinem Unterricht folgende Anekdote
in den Erinnerungen des Pianisten Josef Famera:
Dvotdak machte einen Schiiler auf ,falsche” Akkorde in
einer neuen Oper von Gustav Charpentier aufmerksam: ,Sehen Sie mal, Menschenskind, dieser Char-

pentier ist ein sonderbarer Musiker. Uberall hat er

falsche Noten! ... Also — wie wirden Sie's besser machen?” Den vorsichtigen Verbesserungen des Schilers
entgegnete Dvordk, indem er genau auf den betreffenden Akkord zeigte: ,Nein - so ist es richtig!”
Dvotdks Bindung an seine Heimat ist auf ihrem historischen Hintergrund zu sehen: Seit die Tschechen
1620 ihre Eigenstéindigkeit an die Vorherrschaft der
Habsburger verloren hatten, war die Tschechoslowakei das ganze achtzehnte Jahrhundert Gber deutsch
gepréigt. Noch der kleine Antonin wurde auf eine
deutsche Schule geschickt, um die Sprache zu lemen.
Die Folge dieser Jahrhunderte langen Verdréngung
war um die Zeit des Vormérz eine Hochblite des
Volksliedes und ein Erwachen des tschechischen Nationalbewusstseins, dem Bedrich Smetana, Dvorék und
nach der Jahrhundertwende Leos Janacek universalen Ausdruck verliehen. Gleichzeitig gibt es natirlich
- und in der Sinfonik Dvordks besonders - die
Orientierung an der deutschen Szene. Dvorék bewunderte Johannes Brahms und Richard Wagner
gleichermaBen. Der &sthetische Streit zwischen den

Befirwortern absoluter Musik und den Anhéngern
textgezeugter Programmmusik, zwischen der ,Bewahrung der Tradition” und dem ,Fortschritt”, betraf
Dvordk Gberhaupt nicht. Man kénnte sogar sagen,
dass er beide Prinzipien in seiner Musik vereinigte.
Formal wie é&sthetisch gehért das Werk Dvordks ins
neunzehnte Jahrhundert — an den Entwicklungen, die
Uber Strauss, Mahler, Debussy, Schénberg und Strawinsky zum Fin de Siécle und zur Emanzipation der
Dissonanz fihrten, nahm er nicht teil. Wéhrend die
melodische Basis seiner Musik die tschechische
Volksmusik ist, ist seine Harmonik der deutschen
Klassik und Romantik verpflichtet.
Dvordk hat Streichquartette, Chére, Lieder, Sinfonien
und vor allem - heute nahezu vergessene = Opem
komponiert. Es ist zur geistigen Einordnung seines
Werkes nicht uninteressant zu héren, mit welchem
Argument er sich am Ende seines Lebens nur noch der
Oper widmen wollte: ,Nicht etwa aus einer Sehnsucht
nach Bihnenruhm, sondern aus dem Grunde, weil ich
die Oper auch fir die geeignetste Schépfung fir das
Volk halte. Dieser Musik lauschen die breitesten
Massen und zwar sehr oft ... ich erhielt von Simrock
(sein Verleger) Aufforderungen zu Kammermusikwerken, die ich stets ablehne, ... ich habe zu diesen
Genres keine Lust mehr” Erfolg war ihm mit seinen
zehn Opern nicht beschieden, was ihn umso mehr
schmerzen musste, da sich die von ihm so geliebte
Gattung in der zweiten Hélfte des Jahrhunderts gerade auf einem Gipfel ihrer Geltung befand (Wagner,
Verdi ...; vor allem hatte Smetanas ,Die verkaufte Braut”
einen geradezu sensationellen Erfolg in Europa).
Auf diesem Hintergrund ist die Komposition des
,Requiem” zu sehen. Es ist ein véllig anderer Stil als

etwa das 1874 entstandene ,Requiem” von Giuseppe Verdi, in dem auf existenzielle, geradezu tiefenpsychologische Weise die im Text enthaltenen
Affekte in die Konkretheit menschlicher Existenz Gberfohrt werden, die liturgische Starre in einen unerhérten musikalischen Realismus aufgeldst wird. Hector
Berlioz’ 1837 geschriebenes ,Requiem” ist eine fantastische raumakustische Vision. Das ,Deutsche
Requiem” von Johannes Brahms (1868) ist ein betrachtendes Werk der Tréstungen und Seligpreisungen. In diesem &sthetischen Facettenreichtum um nur die wichtigsten Werke zu nennen - spielt
Dvordak eine ganz spezifische und singulére Rolle.
Noch Mozar, Berlioz und Verdi haben trotz aller formalen und instrumentalen Ausweitungen den uralten
Text der Totenmesse der rémischen Kirche fir einen
bestimmten Zweck, némlich konkret liturgiegebunden komponiert. Im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts trat diese liturgische Funktionalitét immer
mehr zurick und es vollzieht sich der Einzug von
Messe und Requiem in den Konzertsaal. Liturgische
Bindung weist bei Dvordk nur noch der Text auf.
Bereits die Aufteilung in zwei groBe Teile weist auf
den Konzertcharakter. Bemerkenswert ist, dass fast
alle dreizehn Teile - bis auf das Soloquartett
«Recordare” — vom Chor (mit Soli) gesungen werden.
Dvotdk bettet das Werk in die Rahmentonart b-Moll
und bindet alle Sétze durch eine Art Leitmotiv aneinander, mit dem das Werk eréffnet wird.

Requiem, poco lento
Poco Jento

Q]"‘b =

Ty

r—

D

B

P

%

Viol./Celli: pp

I

F—*

-

R

g

o

ke

Dieses chromatische Leitmotiv — es erinnert trotz einer
intervallischen Modifikation in seinem Charakter an

die Umkehrung des in der Musikgeschichte allgegenwadrtigen B-A-C-H-Motivs — sei hier mit verschiedenen,

sich veréndernden Beispielen angegeben. Das Motiv
findet in allen Sétzen, offen oder versteckt, zu einer instrumentalen, rhythmischen und harmonischen Entfaltung und Charakterisierung.

13. Agnus Dei, Takt 139ff
L

IR
A

¥ TN

v

y

o

oW i

VY

Lo

L

a Py

oS0

)|

|

.

o

V> T RN

e

UR

1l

la

T

S

B

Y

|

7.GREY I

T /TR0, SRR IR 4

q-’

¢

1 O

¥

AT

&l

'L

PIER

1.

;

C

|

411l

L

131

Weitere wenige Beispiele, jeweils nur fir das erste

Erklingen des Motivs im entsprechenden Satz:

2. Graduale: Andante

-g_l—b || st
PR v S

FAWE a5 i B
»

e

\@tu J‘dm F'Q-C—

5|

N

Ngt
lr

i 0

——‘

4

-

e

yl

- qu:'-'eu

5. Quid sum miser: Lento, Takt 7 Bassklarinetten

10. Hostias: Andante, Takt 14, Bassklarinette

¢ 2

%% g

Y

=~

1

PO T

e

NR

o

2

e

P— |

(/&I

}

{1

=

P

e

A

N R

]|

1

1

=

R

N S —

LAY

PRy

LA

p

B

T

g

1t

i

7. Confutatis: Moderato maestoso, Takt 96,
Kontrabass und Bass

Py

!,51,';}‘1‘."’4"

~

6. Recordare: Andante, Takt 72, Fléten und Oboen

T

——r—y

/_——\\

]

-—
>

.

+

11. Sanctus: Andante maestoso, Takt 9, Klarinette

A
|' @AW

-

V

A

:

"

7

=1

s

&4

1

1]

i

1

]

-,

bt

o

R

,

12. Pie Jesu: Poco adagio, Takt 4, Homn
B

1

<11

P,

T

|

8

:

=

!1

¢

G

+

-

¢

e

2

I

L

e

e

&

P

s
Cu- Mua- .- -

rp
i _,&

I

A‘

iBROEB)

I

o—o

"

=

'

}

2

1

|RR

#"—-H———

P

8. Lacrimosa: Listesso tempo, Takt 3,

Hérmer und Posaune
= TR

P

O, 4

El1y S
g.ll

1
1

o

».

e
5

i

@

ok

JAY
3

N
'C

iyt

Lacio
g
5

1
‘JI!‘

v

e

l

o
\'Il‘lll

i!\

g

ID10:9,'Q

.g-)—

o

3

9. Offertorium: Andante con moto, Takt 98, Oboe
Vo)

L e
J

/"\

o1 I ST e l

f)-

fz.

:

28

vV

w5 10

-

Im Lacrimosa-Satz erféhrt das Thema seine reichhaltigste Entfaltung. Wenn man verschiedene Requiem-Vertonungen im Ohr hat, dann st&Bt man immer wieder
auf frappierende und ganz unerwartende Eigenwillig=
i
Beispiel: ist der Verzicht
keiten Dvordks. Ein eklatantes

auf den vordergriindig-traditionellen Einsatz der Trompeten im ,Juba Mirum” — hier sei nur an das 26-taktige

Crescendo der Trompeten, Posaunen, Hémer und
Tuben bei Verdi erinnert. Zwar erscheint die Trompete
auch bei Dvorék, aber sie spielt das bekannte Motiv,
das in je einem Halbtonschritt nach oben dreimal wiederholt wird. Der dynamische Radius ist nirgends so
vielschichtig wie hier:

4. Tuba Mirum: Andante, Trompeten
L

i

-

3

o SR |

'r

1

i

i;]Y

F—r

T

= pp

Im ,Dies lrae” gestolfet Dvotdk einen Kontrast zwi-

schen den wild tobenden, marschartigen Orchestersforzati und dem kréftigen, aber doch vergleichsweise
ruhigen Choral, unterstitzt durch die Hémer. Einer ungewdhnlich persénlichen Textbeziehung und Gestaltung begegnen wir auch im Offertorium, in dem die
Worte ,Domine Jesu Christe, Rex Gloriae” und ,Libera
eas” immer und immer wieder in den Satz sozusagen
hineingesetzt werden.
Bei aller Differenzierung sind zwei Gestaltungsprinzipien der ,rote Faden”: das Leitmotiv und der Einsatz
volksliedhafter Elemente. Die ,Quam olim Abrahae”Fuge baut auf einem béhmischen Volkslied aus dem
Jahr 1410 auf:
Allegro
[)

et

/’
b
\(‘\' L
R

L

5 G

|

>

I

2

.s

2 lP & O
) O
PO

O];!

|0

i

s

beoR 0 SR
R
|
DR
- A
e

L,

!

wcoliu Abratee prom:

i

e

=

B
PR

& |

ol
S

}

-

¥ o

S

g

¥ o

i

o

i

o(~ J\ol <
5

i shet fe-wil e 1L . (jus

b
[e

Der &sthetische Reiz besteht hier im Aufeinandertreffen von héchster Kiinstlichkeit und angespanntester Konstruktion (Fuge) mit dem breiten und lapidaren (Volks-)Ausdruck. Ein weiteres ist die statuarische
GréBe und Einfachheit des ,Sed signifer Michael”
aus dem ,Offertorium”.
Das ,Requiem” gehért neben der G-Dur-Sinfonie op.
88 und dem Dumky-Trio nicht nur zu den ganz
groBen Werken des Komponisten, sondern auch zu
den Spitzenwerken der Gattung. Man wird Dvotak
vielleicht am ehesten gerecht, wenn man sich vergegenwdrtigt, was der tschechische Komponist Bohuslaw Marting, ein Schiler von Josef Suk, der Schwiegersohn von Dvordk war, von ihm sagte: ,Dvorak
war einer von denen, die mir den fir einen Kinstler
und Komponisten notwendigen Weg zeigten. Vielleicht darum, weil er so aufrichtig sein Volk und sein
Tschechentum ausdriickte und weil in dieser Beziehung etwas war, was ich selbst ausdriicken wollte.
Die Personlichkeit Dvotéks ist fir mich durch eine gewisse kostbare Liebenswirdigkeit, Menschlichkeit
und Gesundheit bedeckt. Wenn jemand ein gesundes und freudiges Verhdltnis zum Leben ausdriickte,
dann er ... Die Musik soll immer freudig sein, auch
wenn sie tragisch ist. Ein glicklicher Mensch, der ein
solches Erbe hinterldsst.”

Ute Schalz-Laurenze

Antonin Dvordk

ERSTER TEIL

Requiem

1.

Introitus: Requiem aeternam

Soli und Chor
Requiem aeternam dona eis, Domine;
et lux perpetua luceat eis.

Die ewige Ruhe gib ihnen, o Herr;
und das ewige Licht leuchte ihnen.

Te decet hymnus, Deus, in Sion,
et tibi reddetur votum in Jerusalem.
Exaudi orationem meam,
ad te omnis caro veniet.

Dir, Herr, gebihrt ein Lob in Sion,
und dir erstattet man Gelubde in Jerusalem:
Erhére mein Gebet,
zu dir kommt alles, was lebt.

Requiem aeternam dona eis, Domine:
et lux perpetua luceat eis.

Die ewige Ruhe gib ihnen, o Herr;
und das ewige Licht leuchte ihnen.

Kyrie, eleison,
Christe, eleison.
Kyrie, eleison.

Herr, erbarme dich,
Christus, erbarme dich.
Her, erbarme dich.

2.

Graduale
Sopran solo und Chor

Requiem aeternam dona eis, Domine:
et lux perpetua luceat eis.

Die ewige Ruhe gib ihnen, o Herr;
und das ewige Licht leuchte ihnen.

In memoria aeterna erit justus:

In ewigem Gedenken bleibt der Gerechte,

ab auditione mala non timebit.

Uble Kunde braucht er nicht zu furchten.

11

3.

Dies irae

Chor
Dies irae, dies illa
Solvet saeclum in favilla:
Teste David cum Sibylla.

Tag des Zomes - jener Tag
wird die Welt in Asche verwandeln,
wie David und die Sibylle bezeugen.

Quantus tremor est futurus,
Quando judex est venturus,
Cuncta stricte discussurus.

Welch ein Schrecken wird entstehen,
wenn der Richter kommen wird,
alle Dinge streng zu prifen.

4.

Tuba mirum
Soli (Alt, Tenor, Bass) und Chor

Tuba mirum spargens sonum
Per sepulcra regionum
Coget omnes ante thronum.

Der schauerliche Klang der Posaune
wird aus dem Reich der Gréber
alle vor den Thron hinzwingen.

Mors stupebit et natura,

Tod und Natur werden erstarren,
wenn sich die Kreatur erhebt,
um sich dem Richter zu verantworten.

Cum resurget creatura,

Judicanti responsura.
Liber scriptus proferetur,
Unde mundus judicetur.

Ein voll beschriebenes Buch wird geéffnet,
in dem alles enthalten ist,
um daraus die Welt zu richten.

Judex ergo cum sedebit,
Quidquid latet, apparebit:
Nil inultum remanebit.

Wenn der Richter Platz genommen hat,
wird das Verborgene ans Licht geholt.
Nichts wird ungeahndet bleiben.

In quo totum continetur,

13

5.

Quid sum miser
Soli und Chor

Quid sum miser tunc dicturus?
Quem patronum rogaturus,
Cum vix justus sit securus?

Was werde ich Elender dann noch sagen?
Welchen Firsprecher werde ich erbitten,
wenn der Gerechte kaum sicher sein kann?

Rex tremendae maijestatis,
Qui salvandos salvas gratis,
Salva me, fons pietatis.

Kénig von einschiichternder Maijestéit,
der du Rettenswerten Rettung schenkst,
rette mich, du Quell der Gute.

6.

Recordare, Jesu Pie
Soli

Recordare, Jesu Pie,
Quod sum causa tuae viae:
Ne me perdas illa die.

Bedenk doch, gitiger Jesus,
dass ich der Grund deines Leidensweges bin:
Richte mich nicht zugrunde an diesem Tag.

Quaerens me, sedisti lassus,
Redemisti Crucem passus:
Tantus labor non sit cassus.

Bis zur Erschépfung hast du mich gesucht,
leidend am Kreuz hast du mich erlést:
Dieses Werk soll nicht vergeblich sein.

Juste judex ultionis,
Donum fac remissionis
Ante diem rationis.

Gerechter Richter der Vergeltung,
gewdihre das Geschenk der Vergebung,
bevor der Tag der Abrechnung kommt.

Ingemisco, tamquam reus,

Culpa rubet vultus meus:
Supplicanti parce, Deus.

Ich seufze wie ein Schuldiger,
die Schuld férbt meine Wangen rot:
Gewdhre Schonung dem Flehenden, Gott!

Qui Mariam absolvisti,
Et latronem exaudisti,
Mihi quoque spem dedisti.

Du hast doch Maria vergeben
und den Schécher erhér,
so hast du auch mir Hoffnung geschenk.

14

Preces meae non sunt dignae,

Sed tu bonus fac benigne,
Ne perenni cremer igne.

Inter oves locum praesta,
Et ab haedis me sequestra,
Statuens in parte dextra.

7.

Zwar sind meine Bitten nicht wiirdig,
doch du Gitiger, lass Gite walten,
damit ich nicht im ewigen Feuer verbrenne.

Lass mich unter den Schafen Platz finden,
und trenne mich von den Bécken,
lass mich zu deiner Rechten stehen.

Confutatis maledictis
Chor

Confutatis maledictis,
Flammis acribus addictis,
Voca me cum benedictis.

Wenn die Verdammten verurteilt sind,
den verzehrenden Flammen ausgesetzt:

Oro supplex et acclinis,

Ich bete flehentlich und demiitig,
mein zerknirschtes Herz ist wie Asche:
Trage Sorge fir mein Ende.

Cor contritum quasi cinis:

Gere curam mei finis.

8.

berufe mich mit den Gesegneten.

Lacrimosa

Soli und Chor
Lacrimosa dies illg,

Qua resurget ex favilla
Judicandus homo reus.
Huic ergo parce, Deus:

An jenem Tag der Tréinen,

an dem aus der Asche ersteht
zum Gericht der schuldige Mensch,

Dona eis requiem.

gewdhre ihm Schonung, o Herr:
Milder Herr Jesus,
schenk ihnen die Ruhe.

Amen.

Amen.

Pie Jesu Domine,

15

ZWEITER TEIL
9.

Offertorium
Soli und Chor

Domine Jesu Christe,
Rex glorice,
libera animas

omnium fidelium defunctorum
de poenis infernis
et de profundo lacu.

Libera eas de ore leonis,
ne absorbeat eas tartarus,
ne cadant in obscurum.
Sed signifer sanctus Michael
repraesentet eas in lucem sanctam,
quam olim Abrahae promisisti
et semini ejus.

Herr Jesus Christus,
Kénig der Herrlichkeit,
refte die Seelen
aller verstorbenen Gléubigen
vor den Strafen der Hélle
und vor den Tiefen der Unterwelt.
Rette sie vor dem Rachen des Lowen,
damit sie nicht die Unterwelt verschlinge,
damit sie nicht in die Finsternis stirzen.
Sondemn St. Michael, der Bannertréiger,
geleite sie ins heilige Licht.
Wie du einst Abraham verheiBen hast
und seinen Nachkommen.

10. Hostias

Soli und Chor
Hostias et preces tibi, Domine,

laudis offerimus.
Tu suscipe pro animabus illis,
quarum hodie memoriam facimus:
fac eas, Domine,
de morte transire ad vitam,
quam olim Abrahae promisisti
et semini ejus.

Opfer und Gebete, Herr,
bringen wir dir zum Lob dar.
Nimm sie an fir jene Seelen,
deren Gedenken wir heute begehen.
Gib, dass sie, Herr,
vom Tod hinibergehen zum Leben.
Wie du einst Abraham verheiBen hast
und seinen Nachkommen.

17

11. Sanctus

Soli und Chor
Sanctus, Sanctus, Sanctus
Dominus, Deus Sabaoth!
Pleni sunt caeli et terra gloria tua.
Osanna in excelsis.

Heilig, heilig, heilig
ist der Herr, Gott Zebaoth!
Erfillt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit.
Hosanna in der Hohe.

Benedictus, qui venit
in nomine Domini.
Osanna in excelsis.

Gelobt sei der, der da kommt
im Namen des Herm.
Hosanna in der Héhe.

12. Pie Jesu

Soli (Sopran, Alt, Tenor) und Chor
Pie Jesu, Domine,
dona eis requiem sempiternam.

Milder Jesus, Herr,
gib ihnen die ewige Ruhe.

19

13. Agnus Dei

Soli und Chor

Agnus Dei, qui tollis peccata mundi:
dona eis requiem sempiternam.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi:
dona eis requiem.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi:
dona eis requiem sempiternan.

Lamm Gottes, das du tréigst die Sinde der Welt,
gib ihnen die ewige Ruhe.
Lamm Gottes, das du tréigst die Sinde der Welt,
gib ihnen die Ruhe.
Lamm Gottes, das du tréigst die Sinde der Welt,
gib ihnen die ewige Ruhe.

Lux aeterna luceat eis, Domine:
cum Sanctis tuis in aeternum,
quia pius es.
Requiem aeternam dona eis,
Domine, et lux perpetua luceat eis.

Ewiges Licht leuchte ihnen, Herr,
mit deinen Heiligen in Ewigkeit,
denn du bist mild.
Die ewige Ruhe gib ihnen,
o Herr, und das ewige Licht leuchte ihnen.

20

Rachel Hamisch
in Brig geboren, studierte an der Hochschule fir Musik in Freiburg i. Br. bei Prof.
Beata Heuer-Christen und war Mitglied der hiesigen Opernschule unter Prof.
Gerd Heinz. Sie war Preistrégerin mehrerer Studienpreise des Migros-Genossenschaftsbundes und der Ernst Gohner-Stiftung und gewann 1998 den 2. Preis

beim Internationalen Belvedere Hans Gabor-Wettbewerb in Wien.
1999 bis Ende Juni 2000 war Rachel Harnisch Ensemblemitglied der Wiener

Staatsoper. 2000 sang sie die Pamina (,Die Zauberfléte”) unter Miguel
Gomez-Martinez in Bern und in Zirich unter Franz Welser-Mést die Micaéla
(,Carmen”). Nikolaus Harnoncourt holte die junge Kinstlerin fir die Zerlina
(,Don Giovanni”) erneut nach Zurich.

Zu ihren Opemplénen zéhlen u. a. ihre erste ,Mélisande’ (,Pelléas et Mélisande”) in Bem, ihre erste ,Marzelline’ (,Fidelio”) beim Maggio Musicale
Fiorentino und ihre erste Xenis’ (,Boris GodunoV’) in Genl.
Zum 10. Todestag von Herbert von Karajan 1999 sang sie in Salzburg unter

Claudio Abbado Mozart-Arien, es folgten Nonos ,Prometeo-Suite” unter

Abbado in Berlin und New York, Haydns ,Schépfung” unter Philippe Herreweghe in Minchen, in Berlin Mozarts c-moll Messe unter Abbado, Mahlers
Symphonie Nr. 2 unter Kent Nagano an der Mailénder Scala sowie MozartArien unter Bruno Weill in Erdurt und Heiligenstadt. Mit den Berliner Philharmonikem sang sie ,Jephta” unter Hamoncourt und ,Faust-Szenen” unter
Abbado (auch bei den Salzburger Osterfestspielen), mit dem Symphonieorchester des NDR unter Roberto Abbado war sie mit Mendelssohns ,Sommernachtstraum” in Hamburg, Kiel und Libeck zu héren.
Die junge Kinstlerin sang sehr erfolgreiche Liederabende in Paris, Zirich, Gentf,
Bochum, Dusseldor, Riehen und Bern. Weitere Abende zusammen mit lrwin
Gage stehen in der Schweiz und in ltalien auf dem Programm, mit Jan Philip
Schulze wird sie Liederabende u. a. in St. Moritz und beim Lucerne Festival
geben. Konzerte sind u. a. in der ganzen Schweiz, in Freiburg und Minchen
geplant. Rachel Harnisch erhielt 1997 den Kulturpreis des Kantons Waillis,
1999 den Europdischen Kulturférderpreis in Minchen.

Yvi Jénicke
in Berlin geboren, studierte bei Helmut Kretschmar in Detmold Gesang, nachdem sie ihr Schulmusik- und Klavierstudium abgeschlossen hatte. Sie war Preistréigerin mehrerer Wettbewerbe, u. a. mit dem 1. Preis im Fach Lied beim Internationalen Gesangswettbewerb in s’ Hertogenbosch (Niederlande).
Nach ersten Engagements an den Opemhéusern von Krefeld/Ménchengladbach und Bern gehért sie seit 1994 dem Solistenensemble der Hamburgischen
Staatsoper an, wo sie inzwischen Gber 20 verschiedene Partien interpretiert hat.
Gleichzeitig widmet Wi Jénicke sich intensiv dem Lied- und Oratoriengesang.
lhre rege Konzerttétigkeit fihrte sie in fast alle europdischen Lénder, sowie die
USA, Kanada, Singapore und Japan.
Bei den meisten deutschen Rundfunkanstalten machte sie Autnahmen und produzierte mehrere CDs, darunter Gustav Mahlers ,Lied von der Erde”, Hans
Pfitzners ,Der Blumen Rache” und Johann Sebastian Bachs Johannespassion,
Lieder von Georges Bizet, Ermanno Wolf Ferrari, Robert Volkmann, Carl Loewe
und Julius Weismann.
Sie sang unter der Leitung zahlreicher namhafter Dirigenten wie Dmitrij
Kitajenko, Semyon Bychkov, David Shallon, Ingo Metzmacher, Miguel
Gomez Martinez, Michail Jurowski, Christof Prick, Lothar Zagrosek, Jesus
Lopez-Cobos, Janos Kulka, Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Schreier (u. a. JapanTournee mit Bachs Matthduspassion), Helmut Rilling (Tournee durch finf
europdische Lénder mit Verdis Requiem), Peter Gilke, Stefan Soltzesz, Edo de
Waart, Ginter Jena, Gerd Albrecht und Marek Janowski.
Yvi J&nicke war auf so renommierten Festivals wie den Luzerner Festwochen, der
Schubertiade Feldkirch, dem Bergen-Festival, dem Lincoln Center Festivals New
York und dem Schleswig-Holstein-Festival zu héren.

23

... denn sie bringen Lebensqualitat in die Region, die uns am Herzen liegt.
Eine Initiative unseres Forderkonzeptes

STANDORT@HIER

®

s ’I SPARKASSE

FREIBURG - NORDLICHER BREISGAU

die

Bank

-

das

Vertrauen

-

der

Erfolg

w.sparke-fibugd

Christian Elsner
Aussagen wie ,Sternstunde des Liedgesanges” (FAZ), ,seltene musikalische
Sensibilitat” (Financal Times) oder ,beeindruckende Bihnenprésenz” (Die Wel)
belegen die groBe Anerkennung, die Christian Elsner gleichermaBen im Lied,

im Oratorium und in der Oper genieBt.
Christian Elsner erhielt als Mitglied des Freiburger Domchores seine erste
Stimmbildung bei Richard Riffel. Danach studierte er Gesang bei Martin
Grundler in Frankfurt. Weitere Studien fihrten ihn zu Dietrich Fischer-Dieskau und
Neil Semer. Im Jahr 1993 gewann er den Walther Gruner-Liederwettbewerb in
London, 1994 den 2. Preis beim ARD-Wettbewerb in Minchen.
Mit Partien wie Pedrillo, Lenski, Macduff und Idomeneo gastierte Christian Elsner
an den Opernhéusem in Heidelberg, Darmstadt, Oslo und Minchen sowie bei
den Festspielen in Halle und Salzburg.
Als Konzertséinger ist er regelméBiger Gast bei Internationalen Festivals und in
allen wichtigen Konzertsélen wie der Philharmonie in Berlin, dem Gewandhaus
in Leipzig, der Royal Festival Hall in London, dem Musikvereinssaal in Wien und
der Carnegie Hall in New York. Auf diese Weise konnte Christian Elsner mit
Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Marcello Viotti, Marek Janowski, Manfred
Honeck, Mariss Jansons, John Nelson, Christoph Eschenbach, Fabio Luisi und
Carlo Maria Giulini zusammenarbeiten. Seine besondere Liebe gehsrt dem
Liedgesang. Aus seinem umfangreichen Repertoire erschienen Aufnahmen von
Schumanns Dichterliebe und Liederkreis op. 39, Schuberts Schéne Millerin sowie ausgewdhlte Lieder und Balladen von Hessenberg, Kreutzer, Lehar, Loewe,
Alma und Gustav Mahler, Schubert, Schumann und Zemlinsky. Zuletzt erschien
bei cpo Schuberts Winterreise in einer eigens fur Christian Elsner erstellten
Bearbeitung fir Tenor und Streichquartett, die mit dem Henschelquartett beim
Bayrischen Rundfunk produziert wurde.
Hséhepunkte der vergangenen Saison waren Beethovens Missa Solemnis in
Monte Carlo und die Titelpartie in Strawinskys Oedipus Rex in Dresden unter
Marek Janowski, die Titelpartie in Mozarts Idomeneo in konzertanten Auffohrungen in Barcelona, Madrid und Porto unter Adam Fischer und Mozarts
Requiem im Salzburger Festspielhaus und dem Wiener Musikverein unter
Manfred Honeck sowie unter Mariss Jansons in der Carnegie Hall.

25

Goldschmiede

Schruck

Atelier

I. & W. Knetsch
Oberlinden 3
79098 Freiburg

Telefon 07 61/2 85 94 10

Alfred Reiter
stammt aus Augsburg und studierte, nach einem abgeschlossenen Kirchenmusikstudium, im Hauptfach Gesang an der Staatlichen Hochschule fir Musik
in Minchen. Bereits 1993 erhielt er den 1. Preis beim Wettbewerb der StraussGesellschaft Minchen. Im selben Jahr wurde er Ensemblemitglied des Opemnstudios der Bayerischen Staatsoper, wo er unter anderem von Astrid Vamay betreut wurde. Daneben studierte er privat bei Hans Hotter.
Nach abgeschlossenen Studien folgten Engagements in Wiesbaden und
Nimberg, wo er in Partien wie Sarastro, Colline (La Boheme), Sparafucile
(Rigoletto), Fafner (Das Rheingold), Seneca (Lincoronazione di Poppea), Rocco
(Fidelio) und Veit Pogner (Die Meistersinger) zu héren warr.
Unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli, Christoph Eschenbach und Christan
Thielemann sang Alfred Reiter bei den Bayreuther Festspielen den Titurel in
Parsifal. Mit derselben Partie debitierte er auch unter Simon Rattle in London.
Weitere Gastspiele umfassen Seneca in Stuttgart, Fafner (Rheingold) unter Jun
Mérkl an der Wiener Staatsoper, Fafner (Siegfried) unter Armin Jordan in Genf
sowie unter Christoph von Dohnanyi in Cleveland und Rienzi von Wagner unter Claus Peter Flor in Paris. Unter der Leitung von Armin Jordan erfolgte im Mai
2002 sein Debit als Sarastro in Paris.
Konzertverpflichtungen fihrten Alfred Reiter mit Christoph Eschenbach nach
Hamburg und London, mit Myung-Whun Chung nach Bergamo und Brescia,
mit Wolfgang Sawallisch nach New York und Philadelphia, mit Jeffrey Tate nach
Berlin, mit Frans Briggen und Howard Griffiths nach Zirich, mit Ivor Bolton nach
Salzburg, mit Christophe Rousset nach Paris, mit Stefan Soltesz nach London
und mit Franz Welser-Mést nach Minchen.
Kunftige Pléine: Sarastro in Salzburg, Wien, Bologna, London, Paris, Titurel an
der Wiener Staatsoper, Timur (Turandot) unter Donald Runnicles in San
Francisco, 9. Sinfonie von Beethoven und Missa Solemnis unter Wolfgang
Sawallisch in London, Paradies und die Peri unter Marek Janowski in Berlin,
Mozart Requiem in Detroit und mit Franz Welser-Mést in London, Guremanz
(Parsifal) in Cardiff, Bologna, Genf und Toulouse, Hunding in Die Walkire unter lvan Fischer in Brissel, London und Budapest.

27

Hans Michael Beuerle
Hans Michael Beuerle wurde in Berlin geboren. Er studierte in Frankfurt/Main
(zundchst Schulmusik, dann Violine, Dirigieren, Musikwissenschaft, Germanistik,
Philosophie) und promovierte zum Dr. phil. mit einer Arbeit Gber die A-cappella-Chorwerke von Johannes Brahms.

1971 - 72 leitete er den Knabenchor ,Laubacher Kantorei”. 1973 - 77 hatte
er einen Lehraufirag fir Chordirigieren an der Staatlichen Hochschule for
Musik Trossingen, 1977 - 80 eine Professur an der Karlsruher Musikhochschule;
1980 folgte er dem Ruf auf eine Professur fiir Chor- und Orchesterleitung an
der Musikhochschule Freiburg.

Seit 1966 leitete Hans Michael Beuerle den ,Kammerchor Frankfurt”, ein
Ensemble mit weitgespanntem Reperfoire von Musik der Renaissance bis zur
Avantgarde; im Frihjahr 1991 verlegte dieses Ensemble seinen Sitz nach
Freiburg und fuhrt seitdem den Namen ,Anton-Webern-Chor Freiburg".
1983 Gbemahm Beuerle als Nachfolger Theodor Egels die Leitung des
Freiburger Bachchores und Bachorchesters. Deren Repertoire umfasst inzwischen einen GroBteil der bedeutenden oratorischen Literatur des 18. bis
20. Jahrhunders.

Gastspielreisen sowohl mit seinen Ensembles als auch als Gastdirigent und alls
Leiter von Meisterkursen fihrten Hans Michael Beuerle bisher in fast alle européischen Lénder, nach Japan und in die USA.

Freiburger Bachorchester

FLOTE

KONTRAFAGOTT

1. VIOLINE

Viola

Renate Greiss

Oskar Garido de la Rosa

Gottfried von der Goltz
Laura Chmelevsky
Josep Colomé-Lozano
Berthilde Galosi
Gvorg Gharabekyan
Kim Heilmann

Bodo Friedrich
Catharina Hage

Mathias Allin
Linda Vood
HORN

José Asemsi

Jaime Gonzales
Sophia Magyar

Dirk Hausen
Sebastian Schindler
Massimiliano Toffanin

ENGLISCHHORN

TROMPETE

OBOE

Fernando Gualda

Tuan Cuong Hoang

Dérte Mechlinsky
Dirk Niewshner
Sebastian Wohlfarth
Anna Maria Wyneken

Paul Kisza
Katharina Reckmann
Heiner Wezel

VIOLONCELLO

Fruzina Hara

Gabriela Peckai-Kovac

2. VIOLINE

Fabian Wettstein
Peter Bonk

KLARINETTE

Zoltan Kovacs

POSAUNE

Marie Desgouttes

Giuseppe Porgo

Gyorgy Giviesan

Istvan Horvath
Anastasija Oskyna
Felicitas Sieber
Constanze Siedel
Claudia Wgen
Joanna Wronko

Andrej Karba
Christoph Schildknecht
BASSKLARINETTE

Julia Hutfless
TuBA

Igor Garkusha

Benjamin Herre

Susanne Miller-Hormbach
Lusina Arakelyan
Solange Blazy
Corradina Fortuna
Sébastian Paul
Ute Petersilge

KONTRABASS

France Beaudry-Wichmann
Karl-Martin Jéger
Friedrich W. Kollmann
Holger Stodtmeister

Facotm

Mario Kopt
Josephin TreyBe

PAUKEN/SCHLIAGZEUG

HARFE

Friedemann Stert

Claudia Valsi-Sandmeier

29

Freiburger Bachchor und
|
Mitglieder des Guildford Philharmonic Choir
SOPRAN 1

Miranda Champion
Elaine Chapman
Antonia Egel
Myriam Egel
Eva Maria Faller
Erika Geiger

Rena Hadji-Cheykh
Ingeborg Hahn
Yukiko Hashimoto
Hanna Heinbockel
Dimka Herms
Helga Kaiser

Hedda Kénig
llse Lange
Christine Lauck-Bauer
Hilary Minor
Margrit Mddersheim
Robin Onslow

Gabriele Rechenbach
Carol Terry
Ursula Weltzien
Jing Yuan

SOPRAN 2

Jacquelin Alderton
Rebecca Cordes
Almuth Dinkela
Josephine Field
Mandy Freeman
Ingeborg Freese
Helga Giesinger

Katrin Gotz

Esther Gumpper

Susanne Gundermann
Miriam Heupel-Reuter
Ursula Kshler
Susanne Kreuzer

Susanne Markert

Heide Miller-Opitz
Anna Nolle
Alison Rawlinson
Dorothea Schubart
Gudrun Sasse
Ursula Seidler
Dawn Smith

Renate Thiart-Wulf
Regina von Maydell
Susanne Westermann

Christine Wilks

AT 1

Penny Baxter

Iris Bechtold
Margaret Dentskevich
Valerie Edwards
Ingrid Hardiman

30

Friederike Herrmann
Dérte Knall
Inge Knipper
Kay McManus

Christine Medlow

Mary Moon

Anneli Petrak
Brigitte Schneider
Lesley Scordellis
Magdalena Steiner

Dorothea Stenzel
Hilary Trigg
Annegret Verbeek
Annette Vetter

Gisela Wolfarth

AT 2

Sally Bailey
Evelyn Beastalll

Karin Pfeifer
Beate Schmidt
Gillian Sharpe
Imke Stern

Angelika Walfing
Maralyn Wong
Dorothea Wilfrath
Gretel Wyneken

Mary Clayton
Andrea Dombrowe
Christa Hans

Elisabeth Hierholzer
Carol Hobbs
Regina Holzbrink
Johanna Kramer
Utta Link
Julia McNeill
Julia Marmon

Dagmar Thalmann
Mechthild TheBeling

TENOR 1

TENOR 2

Bass 1

Bass 2

Wolfgang Berweck
Bob Cowell

Bob Bromham

Werner Bauer

Gunter Fritz

Christian Blome
John Britten
Guido Bussemeier
Michael Dudley
Geoffrey Forster
Michael Golden
Peter Hasselblatt
Matthias Hey
Saltuk Hindal
Guido Lshrer
Brandon Miller
Christoph Reith
David Ross
Philip Stanford
Albrecht Verbeek

Alan Batterbury
Leander Bindewald

Iris Bennett

Susanne Brenner

Hans Peter Graner

Oliver Hinterlang
Rolf Kaiser
Maximilian Klar
lan Landsborough
Achim Noll
Chris Robinson
Luigi Rumi
Pierre Sager

John Trigg
Daniel Valerius
Max Winter

Klaus Graner
Wolfgang Gronarz
Leslie Harfield
Andreas Kautzsch
Johannes Kemter
Johannes Seul
Werner Voss

Rosey Storey

Norman Carpenter

Peter Fischer
Martin Goeze

Nick Gough
Michael Jeffery
Stephen Jepson
Jorg Kinstle
Hans Peter Mania

Maxwell New
Armin Opitz
Roger Penny

Matthias Pflumm
Karl Reuter
Dieter Ruf
Michael Taylor
Hans Ulrich Weltzien
31

/\i

.

e

————
P
e

——

———
———————
R

=
——

P
fee—
=
==
==

e

|

_—
_—
==
e
==
—_—

T—
T T
e
T
=
A
e

—_——
e
=
===
e

o
=
—_
_—


—_—
_
e
_

.
e

e

8


i
T
e

&
=
=

e
—_—
— = ——
——
————
—————
—————
e

e
P



————————

——
| —

B

1 —


" E—
. —

| e—

e—
=
.
———

————————
—_—
_————

_—
—_—
e
3
P
—_—

,In der Entfernung erfahrt man nur von
den ersten Kiinstlern, und oft begniigt man

sich mit ihren Namen; wenn man aber
diesem Sternenhimmel ndherkommt und
die von der zweiten und dritten Grofse
nun auch zu schimmern anfangen und

jeder auch als zuum Sternbild gehorend
hervortritt, dann wivd die Welt und die
Kunst reich.”

Johann Wolfeang von Goethe

Musikbiicher

Instrumentenzubehor

UniversitatsstraBe 9 - 79098 Freiburg

Telefon 07 61/296 2930 - Fax 07 61/296 293-22 59
www.rombach-klassik.de

E-Mail: info@rombach-klassik.de

Die ndchsten Konzerte mit dem Freiburger Bachchor
und dem Freiburger Bachorchester
Sonntag, 22. Dezember 2002 - 18 Uhr- Konzerthaus Freiburg

Georg Friedrich Handel

Messias
Cornelie Isenbirger, Sopran
Martin Welfel, Altus
Kresimir Spicer, Tenor

Markus Eiche, Bass
Leitung: Hans Michael Beuerle

Samstag, 29. Mérz 2003 - 20 Uhr - Burghot Lérrach
Sonntag, 30. Mérz 2003 - 20 Uhr - Freiburger Minster

Johann Sebastian Bach

Johannespassion
Tom Allen, Tenor (Evangelist und Arien)
Martin Bruns, Bass (Christus)
Antie Perscholka, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Sebastian Noack, Bass (Petrus, Pilatus und Arien)

Die Abbildungen:
Seite 4: Antonin Dvotdk (1841 - 1904). Olgemélde (Ol auf Blech) eines unbekannten Malers, um 1885.
Seite 8: Dvotdk als Ehrendoktor der Universitét Cambridge, 16. Juni 1891.

Seite 12, 16, 18, 21: Michelangelo — Das Jingste Gericht. Sixtinische Kapelle, Vatikan (Ausschnitte).

Freiburger Bachchor-Gesellschatft e. V.
aft der
Wenn Sie bereit sind, die Arbeit des Freiburger Bachchors regelmalig zu fordern, sollten Sie Mitglied der Gesellsch
tiber unsere
Freunde des Freiburger Bachchors werden. Als Mitglied werden Sie jeweils vor den offentlichen Ankiindigungen
ufs zu beVorverka
hen
Veranstaltungen informiert und erhalten die Moglichkeit, die Karten lhrer Wahl vor Beginn des 6ffentlic
stellen.

Bitte senden Sie den folgenden Abschnitt (oder dessen Kopie) ausgefiillt im Briefumschlag an:
Freiburger Bachchor-Gesellschaft e. V., Herrn Dr. Christoph Scholz, Postfach 467, 79004 Freiburg.

Beitrittserkldarung

Hiermit erklire ich meinen Beitritt zur Freiburger Bachchor-Gesellschaft e. V.
Vorname:

Name:
Anschrift:

Telefon:

Der jihrliche Mitgliedsbeitrag betrdgt 30,— €.

Zahlung wird erbeten zu Beginn des Jahres auf das Konto der Freiburger Bachchor-Gesellschaft e. V.,
Konto-Nr.: 2 055 417, Sparkasse Freiburg (BLZ 680 501 01)

Abbuchung des Beitrags erwiinscht?
Freiburg, den

Unterschrift:

a JA

a

NEIN