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Sonntag, 17. Mai 1998, 20.00
Freiburger Konzerthaus
Georg Friedrich Handel
ISRAEL IN EGYPT
Heidrun Kordes, Sopran
Gundula Peyerl, Mezzosopran
Kathrin Hildebrandt, Alt
Bernhard Gartner, Tenor
Thomas Jesatko, Bal$
Reinhard Mayr, Bal$
Freiburger Bachchor
Assistenz: Matthias Killian
Guildford Philharmonic Choir
Freiburger Bachorchester
Leitung: Jeremy Backhouse
ie ein riesiger Torso ragt Georg Friedrich Han
dels Chororatorium »lsrael in Egypt« in die
Musikgeschichte. Ein eigenartiges Gebilde: ein Oratorium ohne Ouvertiire, zweiteilig nur, entgegen
aller Konvention, eréffnet durch ein schlichtes Rezitativ, das den Horer ganzlich unvermittelt ins Zentrum der Handlung fiihrt, deren sogleich der Chor
mit solcher Gewalt und Bilderfiille sich bemachtigt, dal’ die wenigen Arien und Duette unter die-
ser Ubermacht schier erdriickt zu werden drohen.
Was hat Handel zur Komposition dieses so eigenartigen wie grolartigen Werkes bewogen, eines
Werkes, das schon bei seinen Zeitgenossen ebenso viel Verwunderung wie Bewunderung hervorrief?
Hiandel begann die Niederschrift von »lsrael in
Egypt« am 1. Oktober 1738 - vier Tage nur, nachdem er die Komposition seines groen episch-dramatischen Oratoriums »Saul« beendet hatte. Was
dréngte ihn so zu diesem neuen Werk? Hatten sich
bei der Arbeit an »Saul« Ideen angestaut, die er
dort nicht verwirklichen konnte? Oder waren es
dullere Umstinde, die ihn sogleich wieder ans
Schreibpult zwangen ?
Vergegenwdrtigen wir uns kurz die damaligen Lebensumstinde des Komponisten: 1737 war
Handeis zweite Londoner Opernakademie gescheitert, was bei ihm zu einem psychischen und
physischen Zusammenbruch gefiihrt hatte. Von ei4
ner langeren Kur aus Aachen zuriickgekehrt, versuchte er es zunichst noch einmal mit zwei italienischen Opern (»Faramondo« und »Xerxes«), wandte sich dann aber mit allen neu erwachenden Kraften dem volkssprachlichen englischen Oratorium
zu, denn offenbar begann er zu ahnen, dal auf
diesem Feld der Weg zu einem neuen, starker biirgerlich gepragten Publikum fiihrte.
Angesichts dessen liegt natiirlich die Vermutung
nahe, dal} der Erfolgsdrang hier doch der primare
Arbeitsantrieb war. Dagegen spricht allerdings, daf§
es fur »lsrael in Egypt« weder einen Auftrag noch
einen Auffiihrungsanlal® gab. Dagegen spricht auch
das Sujet. Handel komponierte ndmlich zundchst
nur den Lobgesang Moses, den spateren zweiten
Teil des Oratoriums, als in sich geschlossene Einheit, moglicherweise als sogenanntes Anthem, als
eine selbstindige Kantatenform also. Der Text dieses Teils ist — mit wenigen Kiirzungen — das 15.
Kapitel des 2. Buches Mose. Dieser Text enthdlt
nicht eigentlich eine Handlung, sondern erinnert
nur immer wieder in dankbarem Riickblick in der
Art eines Psalmgesanges an die Fiihrung und Errettung durch den méchtigen Gott Jahwe. Entsprechend ist die Komposition auch weniger dramatisch als lyrisch-hymnisch gehalten. Als dramatisches
Oratorium, zumindest im Sinne des »Saul, als geistlich-konzertante Variante der Oper, war dieser Teil
nicht geeignet. Man hat denn auch vermutet, daf§
diese Komposition eher aus innerem, sehr personlichem Antrieb entstanden ist, als Dankgebet fiir
die Errettung aus einer lebensbedrohenden Krise,
fiir die Fiihrung durch das Tal schwerer Krankheit
und tiefer Depression.
Bald nach Fertigstellung dieses Kompositions-
entwurfs — Hiandel benétigte dafiir nur zehn Tage
— mu er sich allerdings entschlossen haben, das
Werk zur oratorischen Groléform auszubauen. Innerhalb von nur fiinf Tagen entwarf er den »Exodus, eine gigantische dramatische Chorszene, wie
sie nie wieder komponiert worden ist: Nach einem ausladenden achtstimmigen Klagegesang des
geknechteten Volkes Israel schildert Handel zu-
nichst die Plagen, die der Herr iiber Agypten sen-
det: Ekel vor dem zu Blut verwandelten Wasser
(eine bedrohlich dahin schreitende, immer weiter
sich verdichtende Chorfuge mit grolsem Septimensprung und Chromatik im Thema), die Frosche
(hiipfende Streicherfiguren in der einzigen Arie
dieses Teils), alle Arten von Fliegen und Heuschrekken (sirrende ZweiunddreiBigstel-Laufe der Geigen und bizarr gespreizte Sechzehntel der Basse),
Hagel und Feuer (blockartig deklamierender
Doppelchor, mit donnerndem Blech und ziingelnden Streichern umgeben), dichte Finsternis (ein
Chorrezitativ tiber dunklen Streicher- und Fagottklingen, die sich gleichsam ohne harmonische
Orientierung durch den Raum tasten) und schlief3lich das Erschlagen der Erstgeburt (stereotype
Akkordschlige, die in eine turbulente Chorfuge
hineinfahren).
6
— Dann plétzlich Hirtenkldnge: Der Herr schickt
sich an, sein Volk, seine Herde, aus Agyptenland
zu fithren. Der weiche motettische Dankgesang
der Agypter, der (in der Form einer Doppelfuge)
von einem aggressiv punktierten Motiv tiberfallen
wird (,for the fear of them fell upon them*). Gott
gebietet der Meeresflut (lapidar-blockartiges Chorrezitativ), und sie trocknet aus (piano-a-cappellaSatz).
Cott leitet sein Volk durch den Meeresgrund (ein
gravititisch schreitendes Tonleiterthema mit
Septimenbruch bei »deep«) und die beidseitig
aufgepeitschten Fluten (kontrapunktierende
Sechzehntelkaskaden) kénnen ihm nichts anhaben. Die Feinde folgen und werden von den Wassern (wogende Unisono-Triolen der Streicher,
Paukendrohnen) tiberflutet. Das Volk Israel erkennt
die erschreckende GroRe Cottes (akklamierender
Akkordsatz mit chromatischer Oberstimmenlinie):
und bekennt seinen Glauben (Schlufffuge mit
weich fallendem Dreiklangsthema).
Indem nun Handel diese prall-naturalistische Szenenfolge dem hymnisch-ausladenden Lobgesang
voranstellte, entstand ein musikalisches Kolossalgemilde von unglaublicher Tiefenscharfe. Es ist,
als hitte ein Maler zunichst den Rahmen und
raumlichen Hintergrund eines Bildes, reich orna-
mentiert und mit einer Fiille stilisierter Figuren, ent-
worfen und dann das eigentliche Bildgeschehen
Bildlichkeit des Alten Testamentes niher als hier,
wo er sich fiir einen Moment offenbar ganz ohne
in den Vordergrund eingefiigt, davon ausgehend,
Riicksichten auf Geschmack und Anspruch des
dald der Betrachter gerade umgekehrt vom Vor-
Publikums nur dem Sog dieser Sprache tiberlieR.
dergrund in den Hintergrund des Bildes vordringt,
wobei erst durch diesen perspektivischen Blick der
Sinn des Dargestellten sich erschlief3t.
Man hat allerdings den Eindruck, da8 es Handel,
als er dem Lobgesang die »Exodus«-Szene vor-
Vermutlich war Handel dieser radikal-experimen-
anstellte, nicht nur darum ging, dem Hérer einen
telle Charakter des Werkes bewul3t. Als er es 1739
plausiblen Handlungszusammenhang zu erschlie-
erstmals beim Publikum erproben wollte, erwei-
Ren, sondern dal’ dieser kithne Entwurf ihm auch
terte er es, um dessen Erwartungen entgegenzu-
dazu diente, spezifisch oratorische Mittel und
kommen, zur tblichen Dreiteiligkeit, indem er das
Moglichkeiten einmal extensiv zu erproben. Erst-
1737 komponierte Trauer-Anthem fiir Queen Ca-
mals wirkt in diesem Entwurf das Oratorium bei
roline zur Klage der Israeliten tGber den Tod Jo-
ihm nicht mehr als etwas blassere Variante der
sephs umtextierte und voranstellte. Dennoch wur-
Oper, sondern als deren kraftvoller Gegenentwurf.
de die Urauffiihrung ein MilSerfolg. Schon fiir die
Der Verzicht auf dufBere Szenen und Handlung
zweite Auffiihrung kiindigt Handel »Alterations and
erscheint hier nicht mehr als Verlust, sondern fiihrt
Additions« an und verspricht dem Publikum: »ls-
durch deren Verlagerung ins Musikalische, insbe-
rael in Egypt will be shortened and intermixed with
sondere in den Orchestersatz, zu einer expansi-
songs«. So weils man zum Beispiel, daB er fiir die-
ven Erweiterung der kompositorischen Sprache.
se und fir die nachste Auffihrung einige Choére
Dald unter solch radikaler, gleichsam experimen-
durch Arien aus »Esther« ersetzte. Aber auch in
teller Haltung die Ausgewogenheit der formalen
dieser Form kam das Oratorium, obwohl! von ein-
Gestaltung litt, ist nur allzu verstandlich. Dieser
zelnen Zeitgenossen — so zum Beispiel vom Re-
Mangel ist freilich fiir uns leicht hinzunehmen,
zensenten der »London Daily Post«
— voll Bewun-
nicht nur, weil uns radikal-experimentelle kiinst-
derung in hochsten Tonen gepriesen, beim brei-
lerische Ansdtze heute ohnehin niher sind, son-
ten Publikum nicht an. Wie sehr Handel an dem
dern auch, weil hier durch diese Radikalitit eine
Werk hing, zeigt sich daran, dal er spiter noch
sprachlich-musikalische Einheit von groler
einmal den Versuch unternahm, es dem Publikum
Suggestivitdt entsteht. Nirgends namlich kommt
durch erneute Anderungen nahezubringen.
Héandel der elementaren Wucht und drastischen
Er muB jedoch gespiirt haben, dal% all diese Konzessionen an das Publikum der auBBergewdhnlichen
Konzeption dieses Werkes entgegenstanden. Jedenfalls veroffentlichte er es im Druck in jener urspriinglichen zweiteiligen Fassung.
Heute pladieren Musikwissenschaftler hin und
wieder dafiir, die dreiteilige Version der Urauffiihrung wiederherzustellen. Die Tatsache, da8 das
Trauer-Anthem urspriinglich nicht zu diesem Werk
gehorte, also sozusagen keine Originalkomposition
ist, spricht natirlich nicht gegen diesen Vorschlag,
denn auch andere Teile des Oratoriums sind, einer damals ganz Ublichen Praxis entsprechend,
zumindest in ihrer Grundsubstanz aus anderen
Handelschen und zum Teil aus Werken anderer
Komponisten entlehnt. Mir scheint aber, daf$ man
durch die Erweiterung zur Dreiteiligkeit die AufSergewohnlichkeit dieses Werkes zwar nicht gefahrden, den Blick darauf aber verstellen wiirde. »lsrael in Egypt« ist ein Torso nicht durch dul8eres
Schicksal, sondern aus innerer Notwendigkeit. Sein
Scheitern als konventionell abgerundete Grol$form
ist Teil seiner Besonderheit und Signum seiner Mo-
dernitat.
Hans Michael Beuerle
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ISRAEL IN EGYPT - PART THE FIRST
ISRAEL IN AGYPTEN - ERSTER TEIL
Recitative (Ex 8,11,13)
Rezitativ (Tenor)
Now there arose a new king over Egypt, which
knew not Josef; and he set over Israel taskmasters
to afflict them with burdens, and they made them
Und es wurde ein neuer Herrscher zum Konig tiber
Agypten erhoben, der von Joseph nichts mehr
serve with rigour.
wulSte; und er setzte Fronvogte tiber Israel ein, die
ihnen schwere Biirden auferlegten und sie unbarmherzig zum Sklavendienst zwangen.
Chorus (Ex 2, 23)
Chor
And the children of Israel sighed by reason of the
bondage, and their cry came up unto God. They
opressed them with burdens, and made them serve
with rigour, and their cry came up unto God.
Und die Kinder Israels seufzten wegen der Sklaverei, und ihr Schrei stieg auf zu Gott. Man unterdriickte sie mit Fronarbeit und zwang sie unbarmherzig zum Sklavendienst. Und ihr Schrei stieg auf
zu Gott.
Recitative (Ps 105; 26, 27, 29)
Rezitativ (Tenor)
Then sent He Moses, His servant, and Aaron whom
He had chosen; these shewed His signs among
them, and wonders in the land of Ham. He turned
their waters into blood.
Da sandte er Moses, seinen Diener, und Aaron,
den er auserwihlt hatte; diese wiesen hin auf seine Zeichen unter ihnen und auf seine Wunder im
Lande Hams. Er wandelte ihr Wasser in Blut.
Chorus (Ex 7; 18, 19)
Chor
waters into blood.
Sie ekelten sich, aus dem Fluf3 zu trinken. Er wandelte ihr Gewasser in Blut.
Air (Ps 105; 30 - Ex9; 3, 10)
Arie (Alt)
Their land brought forth frogs, yea, even in their
Von Froschen wimmelte ihr Land; die drangen
sogar bis in die Gemacher des Konigs. Er lieferte
ihr Vieh der Pest aus; Flecken und Beulen befielen Mensch und Tier.
They loathed to drink of the river. He turned their
king’s chambers.
He gave their cattle over to the pestilence; blotches
and blains broke forth on man and beast.
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Chorus (Ps 105; 31, 34,35)
Chor
He spake the word, and there came all manner of
Er sprach das Wort, und es kamen alle Arten von
Fliegen und Ldusen in all ihre Unterkiinfte. Er
sprach, und es kamen zahllose Heuschrecken und
flies and lice in their quarters.
He spake; and the locusts came without number,
and devoured the fruits of the ground.
fraBen die Friichte des Feldes.
Chorus (Ps 105; 32 -Ex9; 23, 24)
Chor
He gave them hailstones for rain; fire mingled with
Er sandte lhnen Hagelkorner statt Regen; Feuer,
the hail ran along upon the ground.
vermischt mit Hagel, lief entlang auf ihrem Land.
Chorus (Ex 10; 21)
Chor
He sent a thick darkness over the land, even
darkness which might be felt.
Er sandte dichte Finsterniss tiber das ganze Land,
eine Finsterniss, die man greifen konnte.
Chrorus (Ps 105; 36)
Chor
)
Er schlug alle Erstgeburt Agyptens, das Haupt all
He smote all the first-born of Egypt, the chief of
their strength.
ihrer Kraft.
Chorus (Ps 78; 52, 53 -Ps 105; 37)
Chor
But as for His people, He led them forth like sheep;
He brought them out with silver and gold; there
was not one feeble person among their tribes.
Sein Volk aber fuhrte er heraus wie Schafe. Er fuhrte
sie heraus mit Silber und Cold, es gab nicht einem
Schwachen unter ihren Stimmen.
Chorus (Ex 12; 33)
Chor
Egypt was glad when they departed, for the fear of
them fell upon them.
vor ihnen Uberfiel sie.
Chorus (Ps 106; 9 - E 14; 21, 22)
He rebuked the Red Sea, and it was dried up. He
led them through the deep as through a wilderness.
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Froh war Agypten, als sie fortzogen, denn die Furcht
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Chor
Chorus (Ps 106; 11 - Ex 14; 28)
But the waters overwhelmed their enemies, there
Aber die Fluten Gberwdltigten ihre Feinde, dafd
was not one of them left.
nicht einer tbrigblieb.
Chorus (Ex 14; 31)
Chor
And lIsrael saw the great work that the Lord did
upon the Egyptians; and the people feared the
Lord and believed the Lord and His servant Mo-
Agyptern vollbracht hatte, und die Menschen
ses.
an seinen Diener Moses.
PART THE SECOND
ZWEITER TEIL
Chorus (Ex 15; 1)
Chor
Und Israel sah die grole Tat, die der Herr den
firchteten den Herrn und glaubten an Gott und
Moses and the children of Israel sung this song
unto the Lord, and spake, saying:
| will sing unto the Lord, for He hath triumphed
gloriously; the horse and his rider hath He thrown
Moses und die Kinder Israels sangen dies Lied dem
Herrn und sprachen also:
:
Ich will singen dem Herrn, denn erhaben ist sein
Sieg. Das RoB und den Reiter hat er gestiirzt in
into the sea.
das Meer.
’
Duet (Ex 15; 2)
The lord is my strength and my song; He is become
my salvation.
Chorus (Ex 15; 2)
He is my God, and | will prepare Him an
habitation; my father’s God, and | will exalt him.
14
Duett (2 Soprane)
Der Herr ist meine Kraft und mein Lied. Er ward
mir zum Heil.
Duet (Ex 15; 3, 4)
Duett (2 Basse)
The Lord is a man of war: Lord is His name.
Der Herr ist ein Mann des Kampfes: Herr ist sein
Pharaoh’s chariots and his host hath He cast into
the sea;
|
His chosen captains also are drowned in the Red
Sea.
Name. Pharaos Wagen und sein Heer hat er in das
Meer gestiirzt.
Auch die besten seiner Heerfiihrer ertranken im
Roten Meer.
Chorus (Ex15; 5)
Chor
The depths have covered them; they sank into the
bottom as a stone.
Die Tiefe deckte sie. Sie sanken auf den Grund
wie ein Stein.
Chorus (Ex 15; 6)
Chor
Thy right hand, O Lord, is become glorious in
power; Thy right hand, O Lord, hath dashed in
Deine Rechte, o Herr, ward herrlich in ihrer Macht.
Deine Rechte, o Herr, hat zerschlagen den Feind.
pieces the enemy.
Chor
Chorus (Ex 15; 7)
And in the greatness of Thine excellency Thou hast
overthrown them that rose up against Thee. Thou
Und in Deiner Hoheit Fiille stiirztest Du die, die
sich erhoben haben gegen Dich. Du sandtest Deinen Grimm, der verzehrte sie wie Stoppeln.
sentest forth Thy wrath, which consumed them as
stubble.
Chorus (Ex 15; 8)
Chor
|
And with the blast of Thy nostrils the waters were - Und vor dem WindstoR Deiner Nase sammelten
gathered together, the floods stood upright as an
heap, and the depths were congealed in the heart
of the sea.
sich die Wasser, die Wogen standen wie ein Wall,
und die Fluten erstarrten inmitten der See.
Air (Ex 15; 9)
Arie (Tenor)
The enemy said, | will pursue, | will overtake, |
will devide the spoil; my lust shall be satisfied
Der Feind sprach: Ich will verfolgen, ich will
einholen, ich will die Beute teilen. Ich will mein
upon them; | will draw ma sword, my hand shall
destroy them.
Schwert ziehen, meine Hand soll sie vertilgen.
15
Air (Ex 15; 10)
Thou didst blow with the wind, the sea covered
them; they sank as lead in the mighty waters.
~ Chorus (Ex 15; 11, 12))
Arie (Sopran)
Du lieRest blasen Deinen Wind, und das Meer
deckte sie, wie Blei versanken sie in den gewaltigen Wassern.
Chor
Who is like unto Thee, O Lord, among the gods?
Who is like Thee, glorious in holiness, fearfull in
praises, doing wonders? Thou stretchest out Thy
right hand, the earth swallowed them.
Wer ist Dir gleich, o Herr, unter den Gottern? Wer
ist wie Du, strahlend in Heiligkeit, furchtbar an
Ruhmestaten, Wunder vollbringend? Du strecktest
aus Deine Rechte, und die Erde verschlang sie.
Duet (Ex 15; 13)
Duett (Alt und Tenor)
Thou in Thy mercy hast led forth Thy people
which Thou hast redeemed; Thou hast guided
them in Thy strength unto Thy holy habitation.
Du in Deiner Gnade hast geleitet Dein Volk, das
Du erlost hast. Du hast sie mit Macht gefiihrt zu
Deiner heiligen Wohnstatt.
Chorus (Ex 15; 14 - 16)
Chor
The people shall hear, and be afraid: sorrow shall
take hold on them:; all the inhabitants of Canaan
shall melt away; by the greatness of Thy arm. They
shall be as still as a stone, till Thy people pass over,
O Lord, which Thou hast purchased.
Air (Ex 15; 17)
Thou shalt bring them in, and plant them in the
mountain of Thine inheritance, in the place, O
Lord, which Thou hast made for Thee to dwell in,
in the Sanctuary, O Lord, which Thy hands have
established.
Chorus (Ex 15; 18)
The Lord shall reign for ever and ever.
16
Die Menschen werden es horen und werden erzittern. Sorge wird sie ergreifen. All die Bewohner
Kanaans werden hinwegschmelzen durch die Starke Deines Armes. Sie werden starr sein wie ein
Stein, bis Dein Volk voriibergezogen ist, o Herr,
das Du Dir erworben hast.
Arie (Alt)
Du wirst sie hinbringen und sie pflanzen an den
Berg Deines Erbes, an den Ort, o Herr, den Du Dir
bereitet hast zu Deiner Wohnung; in dem Heiligtum, o Herr, das Deine Hande geschaffen.
S
A
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Recitative (Ex 15; 19)
Rezitativ (Tenor)
For the horse of Pharaoh went in with his chariots
and with his horsmen into the sea, and the Lord
brought again the waters of the sea upon them ;
but the children of Israel went on dry land in the
und seinen Reitern in das Meer, und der Herr lield
die Wasserfluten tiber sie herfallen, aber die Kinder Israels gingen auf trockenem Boden inmitten
Denn das Rol3 Pharaos zog mit seinen Streitwagen
midst of the sea.
des Meeres.
Chorus (Ex 15; 18)
Chor
The Lord shall reign for ever and ever.
Der Herr wird regieren fiir immer und ewig.
Recitative (Ex 15; 20, 21)
Rezitativ (Tenor)
And Miriam the prophetess, the sister of Aaron,
took a timbrel in her hand; and all the women
went out after her with timbrels and with dances.
And Miriam answered them:
Und Miriam, die Prophetin, die Schwester des
Aaron, nahm ein Tamburin zur Hand, und alle
Frauen schritten hinter ihr her mit Tamburinen
und Tanzen. Und Miriam antwortete ihnen:
Solo and Chorus (Ex 15; 21, 18)
Sopransolo und Chor
Sing ye to the Lord, for He hath triumphed
gloriously; The Lord shall reign for ever and ever.
The horse and his rider hath He thrown into the
der Herr wird regieren fiir immer und ewig, Ich
will singen dem Herrn, denn erhaben ist sein Sieg.
sea.
18
Singt dem Herrn, denn er hat glorreich gesiegt,
Das Rof und den Reiter hat er gestiirzt in das Meer. -
Heidrun Kordes
Die lyrische Sopranistin Heidrun Kordes wurde in Saarbriicken geboren.
-
Bereits mit 16 Jahren gewann sie den ersten Preis im Bundeswettbewerb
Gesang. Sie studierte an der Musikhochschule in Freiburg bei Frau Prof.
Beata Heuer-Christen und wurde direkt nach dem Examen an das “Mu-
siktheater im Revier” in Gelsenkirchen engagiert. Seit 1986 ist sie im
Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.
Im Schwerpunkt ihrer kiinstlerischen Tatigkeit stehen im Bereich Oper
die Mozart-Partien ihres Faches (Pamina, Susanna, Zerlina). Besondere
Aufmerksamkeit erregt die Kiinstlerin durch die exemplarischen HandelOpernproduktionen am Hessischen Staatstheater ( Orest, Xerxes Rinaldo).
lhr Opernrepertoire beinhaltet zunehmend auch dramatische Partien wie
die der Nedda oder Gilda. Mit groRem Erfolg sang Heidrun Kordes auch
wichtige Partien des 20. Jahrhunderts, so z.B. den Simplicius in K.A. Hart-
manns Simplicius Simplicissimus oder die Sophie in Udo Zimmermanns “Weile Rose”. Operngastspiele
fihrten sie unter anderem an die Hauser von Leipzig, Dresden, Mannheim, Frankfurt, Kassel und an die
Deutsche Oper am Rhein
:
Auch als Konzertséngerin ist Heidrun Kordes international tétig. Ihr besonderes Interesse gilt hier den
grolsen Messen und Oratorien von Bach tiber Haydn, Mendelssohn, bis hin zu Arthur Honegger (Le Roi
David). Sie gastierte bei zahlreichen internationalen Konzerthdusern und Festivals, wie z.B. Gewandhaus Leipzig, Concertgebouw Amsterdam, Kdlner Philharmonie, Alte Oper Frankfurt, Schauspielhaus
Berlin, Saal der Unesco Paris, Herkulessaal Miinchen, Rovereto/Italien, Internationale Maifestspiele
Wiesbaden, Mozart-Fest Wiirzburg, Swedisc Baroque Festival Malmé, etc. AuRerdem widmet sie sich
intensiv dem Liedgesang.
Neben Rundfunk- und Fernsehaufnahmen hat die Kiinstlerin zahlreiche CD’s eingespielt, so unter anderem die Anthologie “Frei aber einsam” - ‘Robert Schumann and his friends’, die Opern “Xerxes”,
“Orest”, und “Rinaldo” von Héndel und zuletzt Bendas “Romeo und Julie” bei cpo.
1998 gab sie u.a. am Staatstheater Wiesbaden ihr Debut als Micaela. In der Saison 98/99 wird Heidrun
Kordes die Partie der Diotima in W. Zimmermanns Hyperion und die Euridice in Glucks Orfeo ed
Euridice Gbernehmen. Dariiberhinaus sind u.a. Konzerte beim NDR in Hamburg, den Dresdner Musikfestspielen, den Handelfestspielen Halle, dem Heidelberger Friihling sowie den Schwetzinger Festspie-
len vorgesehen,
19
Gundula Peyerl
die 25jdhrige Sopranistin Gundula Peyerl erhielt ihren ersten Gesangsunterricht bei Sabine Schwarzenberger, sowie privat bei der Opernsingerin Lily Sauter.
Von 1993 an studierte sie an der Staatlichen Hochschule fir Musik
Heidelberg-Mannheim bei Prof. Vera Scherr Gesang. Im April 1997
schlof3 sie ihr Studium mit dem Diplom als Gesangslehrerin ab. Nun
vertieft sie ihre Studien an der Staatlichen Hochschule fiir Musik in Frei-
burg bei Frau Prof. Ingeborg Most im kiinstlerischen Aufbaustudium
Operngesang. Interpretationskurse besuchte Gundula Peyerl bei Ulrich
Eisenlohr, Mannheim und Regina Resnik, Italien.
Die junge Sopranistin ist in zahlreichen Kirchenkonzerten, sowie Lie-
der- und Arienabenden zu horen.
Kathrin Hildebrandt
Kathrin Hildebrandt stammt aus Furtwangen im Schwarzwald. Sie stu-
diert Gesang bei Frau Prof Beata Heuer-Christen an der Staatlichen
Hochschule fiir Musik in Freiburg. Kathrin Hildebrandt wirkte mit als
Solistin bei zahlreichen Konzerten im In- und Ausland, u.a. mit dem
Freiburger Kammerchor, der Camerata Vocale Freiburg, dem AntonWebern-Chor Freiburg und dem Freiburger Bachchor (zuletzt in
Schumanns “Faustszenen”), dem Oratorienchor Ulm (zuletzt in Rossinis
“Stabat mater”), dem Bachverein Kéln sowie bei verschiedenen internationalen Festivals (u.a. Bachtage Mulhouse, Festival de musique
Strasbourg, Schwetzinger Festspiele, Un Hivern a Mallorca, Bachfest
Schaffhausen, Voci d’Europe/Sardinien. An den Stadtischen Biihnen Frei;
,.
burg war sie als Gast verpflichtet, sie sang die “Storge” in Handels “Jephta”
anlaRlich der Er6ffnung des Freiburger Konzerthauses und die “Madame Loiseau” in der Urauffithrung
der Oper “Gardez la Dame!” von H.P. Miillerin der Freiburger Musikhochschule. Konzertreisen fiihrten sie durch Frankreich, die Schweiz, Spanien, Italien und Israel. CD- und Rundfunkaufnahmen
sowie Liederabende ergdnzen ihre vielfaltige kiinstlerische Tatigkeit.
20
Bernhard Gartner
Bernhard Gartner wurde in Karlsruhe geboren und studierte an der dortigen Hochschule fiir Musik zunédchst Schulmusik und Musikwissenschaft.
Nach seinem Examen wechselte er an die Freiburger Musikhochschule,
um dort Dirigieren zu studieren. Cleichzeitig intensivierte er seine Gesangsstudien, zunachst bei Aldo Baldin in Karlsruhe, dann bei Denis Hall in
Bern und bei lon Buzea in Zirich.
Schon wiéhrend seiner Ausbildung entwickelte Bernhard Gartner eine
rege Konzerttdtigkeit, die ihn in viele Lander Europas, nach Israel und
nach Stidamerika fuhrte. Er war Gast bei zahlreichen Festivals, u.a. in
Ravenna, Rom, Madrid, Paris, Warschau, Luzern, Berlin, Leipzig, Halle,
Donaueschingen, Tel Aviv und Rio de Janeiro. Dabei entstanden Rund-
funk-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen. Sein breites Repertoire reicht
von der Musik der Renaissance tiber die Evangelistenpartien der Bach’schen Passionen und die Tenorpartien der groBen romantischen Werke bis hin zur Musik unseres Jahrhunderts. Er arbeitete zusammen
mit den Komponisten L. Nono, W. Lutoslawski, D. Schnebel, K.-H. Stockhausen und W. Rihm und sang
unter so namhaften Dirigenten wie E. Bour (Neapel), C. Abbado (Mailand), Michael Gielen (Frankfurt),
Leopold Hager (Miinchen) und Zoltan Peské (Warschau).
1989 gab Bernhard Gértner unter Horst Stein an der Grand Opera in Genf sein Operndebut und singt
seither mit Vorliebe die lyrischen Partien der Opern Mozarts, Rossinis
und Donizettis. Gastvertrage fiihrten ihn u.a. an die Opera Comique von
Paris, an die Opernhduser von Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, Darmstadt
und Pforzheim. Zahlreiche Liederabende vervollstindigen sein singeri-
sches Schaffen. Bernhard Gartner unterrichtet Gesang an der Staatlichen
Hochschule fiir Musik in Stuttgart
Thomas Jesatko
Der gebiirtige Niirnberger studierte zunichst Geschichte und Germani-
stik, bevor er seine Gesangsausbildung am Meistersingerkonservatorium
in Nirnberg und in Miinchen bei Prof. Adalbert Kraus absolvierte. Sein
erstes Engagement flihrte ihn 1986 an das Staatstheater Darmstadt, ab
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1991 gehorte er zum Ensemble der Stadtischen Biihnen Osnabriick, seit Dezember 97 ist er am Nationaltheater Mannheim tdtig. Thomas Jesatko gastiert an zahlreichen Biihnen und widmet sich intensiv
dem Konzert- und Liedgesang
Reinhard Mayr
wurde in Grieskirchen/Oberosterreich geboren. Der junge Kiinstler er-
hielt seine musikalische Ausbildung und seine ersten Gesangsstunden von
Franz Kalchmair in Linz und begann sein Gesangsstudium bei Cornelia
Prestel am Bruckner Konservatorium in der gleichen Stadt. 1994 wechselte er in die Klasse von Kurt Widmer nach Basel, wo er seit 1997 ebenfalls die Meisterklasse von René Jacobs besucht.
1995 wurde Reinhard Mayr mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet,
u.a. nahm er an den Wettbewerben “Neue Stimmen” in Gitersloh und
“Academia Vocalis Tirolensis” teil, war Finalist beim “Richard Tauber Wettbewerb” in der Widmer Hall London und 1996 beim “I Cestelli”-Wett-
bewerb in Dresden. Reinhard Mayr ist in Deutschland, Osterreich und in
der Schweiz auf dem Konzertsektor tétig, er sang Don Basilio im “Barbier
von Sevilla” in Biel/Solothurn und im Dezember 96 in einer Neuproduktion
der “Zauberflote” am Teatro Communale Firenze. Sein Debut an der Volksoper Wien mit “Cenerentola”
im April 97 fihrte zur Wiedereinladung, und so wurde der Kiinstler mit Beginn der Saison 97/87 festes .
Mitglied dieses Ensembles. Dort ist er zu horen in den Partien seines Faches in “Zar und Zimmermann”,
“Sommernachtstraum” “Boris Godunov”. Seinen ersten “Sarastro” gab er im April 98. Im Mdrz gab er
sein Debut in den “Meistersingern” an der Staatsoper Wien.
Guildford Philharmonic Choir
Der Guildford Philharmonic Choir ist von der Stadt Guildford ins Leben gerufen worden, um zusammen mit dem Guildford Philharmonic Orchestra die grol’en oratorischen Chorkompositionen aufzufithren. Neben Konzerten mit den bekannten Werken des Barocks, der Klassik und der Romantik liegt
ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit des Chores in der Einstudierung und Auffiihrung britischer
Kompositionen des 20. Jahrhunderts. So wurden Gerald Finzis ”Intimations of Immortality” und Patrick
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Hadleys "The Trees So High” auf Platte eingespielt. Der Chor erhielt Einladungen zu Gastkonzerten in
zahlreichen Stadten GrolSbritanniens und nach Paris. Seit
1987 leitete Neville Creed den Philharmonic
Choir; 1996 iibernahm Jeremy Bachhouse die Leitung des Chores.
Zum Freiburger Bachchor besteht seit acht Jahren eine enge Verbindung, die in gemeinsamen Konzerten mit Beethovens "Missa Solemnis” (1990 in Guildford), Handels "Messiah” (1990 in Freiburg), dem
"Deutschen Requiem” von Johannes Brahms (1992 in Guildford), Benjamin Brittens "War Requiem”
(1993 in Freiburg) und Antonin Dvoraks ”Stabat Mater” (1996 in Guildford) zum Ausdruck kam.
Jeremy Backhouse
Jeremy Backhouse begann seine musikalische Laufbahn an der Kathedrale von Canterbury, an der er “Erster Chorsanger” war und studierte
spdter Musik am “Royal National Institute for the Blind”, wo er fir die
Transskription von gedruckten Noten in Blindenschrift verantwortlich war.
1986 ging er zur EMI als Herausgeber fir Literatur und seit
1990 verbin-
det er seine Arbeit als beratender Herausgeber fir “EMI Classics” mit
seinem Beruf als freischaffender Musiker. Zwischen 1991 und 1995 leitete er die “Streathem Choral Society” und den “BBC Club Choir” mit
denen er die Hauptwerke der Chorliteratur auffiihrte. Gleichzeitig knipfte
er enge Beziehungen zum “Kensington Symphony Orchestra” und der
“Surrey Sinfonietta”.
Jeremy Backhouse ist Dirigent der “Vasari Singers”, die als einer der besten Kammerchore des Landes weltbekannt sind. Seit sie 1988 den renommierten “Sainsbury’s Choir of the Year”-Wettbewerb gewonnen haben, konzertieren sie regelma-
Rig in den groflen Konzertsdlen und Kathedralen des Landes. Jedes Jahr singt dieser Chor am Heiligabend die Mitternachtsmesse in der Westminster Abbey. Zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen dieses Ensembles liegen vor. Die Einspielung des Howel-Requiems und der Messe von Frank
Martin wurde 1995 fiir einen Grammophon-Preis nominiert
und zusammen mit ihrer Britten-CD zur Aufnahme in den “Grammophone Good CD Guide 1996”
gewdhlt. Weitere neue CD-Einspielungen enthalten Chormusik von John Taverner, Arvo Pért, Gérecki,
Philip Moore, Parry und Vaughan Williams Messe in g-moll.
Im Januar 1995 wurde Jeremy Backhouse zum Chorleiter des “Guildford Philharmonic Choir” ernannt.
In enger Zusammenarbeit mit dem “Guildford Philharmonic Orchestra” dirigierte er Werke von Howel,
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Szymanowski, und Britten. Kiirzlich leitete er eine sehr erfolgreiche und denkwiirdige Auffiihrung von
Elgars “The Dream of Gerontius” in der Guildforder Stadthalle.
Weiterhin dirigiert er den “Kent Youth Choir”, den “Kent Youth Chamber Choir” und seit
1995 immer
wieder die “BBC-Singers” - den fiihrenden Berufschor des Landes. Dabei entstanden Rundfunkauf-
nahmen mit Werken von Holst, Rubbra, Massenet, Delibes, Tate und Bax.
Freiburger Bachchor
Der Freiburger Bachchor wurde im Wintersemester 1943/44 als Studentenchor an der Freiburger Universitdt von Theodor Egel gegriindet. Nach intensiver Semesterarbeit sang der Chor am 5. Mirz 1944
im Freiburger Miinster Johann Sebastian Bachs Matthduspassion. 39 Jahre spiter dirigierte Theodor
Egel zum letzten Mal am gleichen Ort dasselbe Werk. Zwischen diesen beiden Auffiihrungen liegt eine
tiberaus reiche, inzwischen schon fast legendédre Geschichte musikalischer Arbeit und kiinstlerischen
Erfolges. Der Freiburger Bachchor wurde nicht nur zu einer pragenden Institution des Kulturlebens
seiner Heimatstadt und der umliegenden Region, sondern er erregte auch groRes Aufsehen bei zahlrei-
chen Konzerten im europdischen Ausland und in den USA.
1983 libergab Theodor Egel die Leitung des Freiburger Bachchores an Hans Michael Beuerle. Die
vielen Konzerte, die der Chor seitdem in der Region und im Ausland (Schweiz, Frankreich, Italien,
GrolSbritannien, Ukraine) gab, zeigen, daf8 es Beuerle gelungen ist, die anspruchsvolle Tradition dieses
Ensembles weiterzufiihren.
-
Das von Hans Michael Beuerle mit dem Freiburger Bachchor inzwischen erarbeitete Repertoire umfalit
einen GrolSteil der bedeutenden oratorischen Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts: Monteverdis
~Marienvesper”; Bachs Passionen, das Weihnachtsoratorium sowie die ,h-moll-Messe”; Handels ,Mes-
sias” und ,Israel in Egypt”; Haydns ,Schopfung” und ,Die Jahreszeiten” (CD-Einspielung); Mozarts
,Requiem” und ,Missa in c-moll”; Beethovens ,Missa Solemnis”; Bruckners ,Messe in f-moll“; Verdis
»Missa da Requiem”; Brahms ,Ein deutsches Requiem” (CD-Einspielung), ,Schicksalslied”, ,Nanie,
Schoénbergs ,Modernen Psalm” op. 50c und Pendereckis ,Dies irae”. Einen groen Erfolg feierte der
Freiburger Bachchor im Er6ffnungskonzert des 71. Bachfestes der Neuen Bachgesellschaft im November 1996 im Freiburger Miinster mit der Urauffiihrung von Wolfgang Rihms Oratorium ,maximum est
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Violine: Kathrin Troger, Kathrin Alsch, Doris Dubach, Ines Huke,
Sarah Immer, Oliver Maier, Annette Keitel, Anke Ohnmacht, Katharina Reckmann,
Annette Rehberger-Dohling, Anne Roser, Katja Schonwitz
Viola: Claire Kanstinger, Dorte Mechlinsky, Annette Schmidt, Sebastian Wohlfahrt
Violoncello: Hartwig Christ, Friederike Eisenberg, Jan Niesiolowski, Sébastien Paul
Kontrabass: Michael Hagemeister, Beate Kotzbauer
Flote: Gisela Wohlfahrt, Peter Graner
Oboe: Lucas Macias Navarro, Kerstin Lange
Fagott: Doris Bischler, Mario Kopf
Trompete: Thomas Kiechle, Adam Rixer
Posaune: Oliver Siefert, Susann Ziegler, Axel Maucher
Pauke: Jorg Oesterle
Cembalo: Martin Miller
Orgel: Matthias Killian
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Die nachsten Konzerte des Freiburger Bachchores
Sonntag, 15. November 1998, 20.00 Uhr, Freiburger Konzerthaus Freiburg
Franz Schubert, Lazarus und Messe in Es-Dur
Samstag, 19. Dezember 1998, 18.00 Uhr, Gengenbach (Katholische Kirche St. Marien)
Sonntag, 20. Dezember 1998, 18.00 Uhr, Freiburger Konzerthaus Freiburg
Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium (Teile I - VI)
Bilder:
Seite 5: Handel nach einem Stich von P Wurster
alle anderen Darstellungen sind Stiche aus der Sammlung “Die Bibel in Bildern”
von Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872)
Titelseite: Moses fordert von Pharao die Freilassung der Israeliten
Seite 9:
Die Stiftung des Osterlamms
Seite 11: Erwirgung der Erstgeburt und Freilassung der Israeliten
Seite 13: Der Israeliten Rettung und der Agypter Untergang im Roten Meer
Seite 17: Die Kinder Israel werden in der Wiiste gespeist und getrankt
Julius Schnorr von Carolsfeld (1794 - 1872) besuchte 1811 die Wiener Akademie und lernte dort
Joseph Anton Koch und Ferdinand Olivier kennen, der mit seinen friihen Landschaften starken kiinstlerischen EinfluB auf ihn austibte.
1817 reiste Schnorr nach Italien und kam 1818 nach Rom. 1809 war er in Wien in die dort gegriindete
St. Lukas Bruderschaft eingetreten, die sich spdter im Kloster San Isidoro in Rom niederlielS. Durch
Vermittlung seines Freundes Overbeck erhielt er 1820 einen Auftrag des Marchese Massimo, das AriostZimmer in seiner romischen Villa auszumalen. 1825 berief ihn darauf Ludwig I. zur Ausmalung der
Nibelungensale in der Residenz nach Miinchen, an denen er von 1827 bis 1867 arbeitete. 1846 wurde
Schnorr als Akademieprofessor und Direktor der Gemaldegalerie nach Dresden berufen, wo 1860 “Die
Bibel in Bildern” erschien.
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FREIBURGER BACHCHOR-GESELLSCHAFT e.V.
Wenn Sie bereit sind, die Arbeit des Freiburger Bachchors regelmiBig zu fordern, sollten Sie Mitglied
der Gesellschaft der Freunde des Freiburger Bachchors werden.
Als Mitglied werden Sie jeweils vor den &ffentlichen Ankiindigungen tiber unsere Veranstaltungen
informiert und erhalten die Méglichkeit, die Karten threr Wahl vor Beginn des &ffentlichen Vorverkaufs zu bestellen.
Bitte senden Sie folgenden Abschnitt (oder dessen Kopie) ausgefiillt im Briefumschlag
an Freiburger Bachchor-Cesellschaft e. V., Herrn Dr. Christoph Scholz, Postfach 467,
79004 Freiburg. -
Beitrittserklarung
Hiermit erklire ich meinen Beitritt zur Freiburger Bachchor-Gesellschaft e.V.
Name:
Beruf
Vorname
Tel.
Anschrift
Der jahrliche Mitgliedsbeitrag betrdgt DM 60.- DM
Zahlung wird erbeten zu Beginn eines Jahres auf das Konto der
Freiburger Bachchor-Gesellschaft e.V., Nr. 2055417, Sparkasse Freiburg (BLZ 680 501 01)
Abbuchung des Beitrags erwiinscht? JA*
-
NEIN* (bitte nicht Zutreffendes streichen)
1996
, den
Unterschrift
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